Allergische Pferdefreunde können aufatmen

stute_mit_fohlen_2Welches kleine Mädchen hat nicht schon einmal vom eigenen Pferd geträumt? Sicherlich ist dieser Mädchentraum für viele in Erfüllung gegangen. Wenn das nicht der Fall war, liegt es häufig an einer Pferdehaarallergie, die bei den meisten Menschen bereits beim ersten Kontakt auftritt.

Doch Pferdefreunde, die allergisch reagieren, können aufatmen. So gibt es die Pferderasse Curly Horse. Das sind Pferde, die sich vor allen Dingen durch ihre Locken in der Mähne und im Schweif auszeichnen. Die Rasse selbst ist in Deutschland nur selten zu finden, doch wenn Allergiker solche Pferde auftun können, ist die Freude groß. Denn die Curly Horses, deren Name von dem englischen Wort für Locken kommt, gelten als hypoallergene Tiere. Bestätigt wurde dies sogar in einer Studie.

So wurde von Frank Jugert eine Studie durchgeführt, bei der als Grundlage die Pferde abgesaugt wurden. Zum Einen kamen die Curly Horses zum Einsatz, zum Anderen die Tennessee Walking Horses. Beide Allergene wurden mit Allergikern in Kontakt gebracht, auf die Curley Horses reagierten die Probanden dabei nicht allergisch. Frank Jugert klärt jedoch auf, dass Personen, die allergisch auf Tierhaare reagierten, nicht unbedingt gegen die Tierhaare selbst allergisch sein. Vielmehr geht es um eine Protein-Familie, die Lipocaline, auf die reagiert wird.

Die Studie zeigte jedoch noch einen weiteren wichtigen Befund: So waren viele der Probanden gar nicht gegen Pferde allergisch, sondern gegen allerlei andere Dinge. Da Pferde aber durch ihr natürliches Umfeld mit zahllosen Allergenen in Verbindung kommen, wird eine Tierhaarallergie, insbesondere gegen Pferde oft falsch diagnostiziert. So können die Allergiker genauso gegen die Pilzsporen im Futter oder die Pollen auf der Wiese allergisch reagieren. Der Allergieanfall im Pferdestall lässt also nicht zwangsläufig auf eine Pferdeallergie schließen.

Aus diesem Grund sollten auch Pferdefreunde, die Curly Horses kennen lernen wollen, darauf achten, dass diese nicht im Stall gehalten werden, wo allerlei andere Allergene noch die Allergie als solche hervorrufen können.

Foto: © fürdenaugenblick / Pixelio

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