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Thema: Proaktive Therapie

  1. #1
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Standard Proaktive Therapie



    Eine neue Strategie im Kampf gegen Neurodermitis von Professor Henning Hamm, Leitender Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Venerologie, Dermatologie und Allergologie am Würzburger Universitätsklinikum:

    Darüber hinaus sah das bisherige Behandlungskonzept eine kurzzeitige antientzündliche Therapie im Falle eines Ekzemschubs vor. „Mittlerweile wird jedoch immer häufiger von dieser reaktiven Therapie, bei der man mit der entzündungshemmenden Behandlung bis zum nächsten Ekzemschub wartet, Abstand genommen“, erklärt Dermatologe Hamm. Die sogenannte „proaktive Therapie“ setze sich immer mehr durch. Man weiß heute, dass die „Barrierefunktion der Haut beim atopischen Ekzem auch in erscheinungsfreien Zeiten gestört ist“.

    Eine neue Strategie im Kampf gegen Neurodermitis | Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt - mainpost.de

    Sage ich doch immer, proaktiv einschmieren hilft.

  2. #2
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Proaktive Behandlung bei Neurodermitis - Wirksamkeit von topischen Kortikosteroiden und Calcineurin-Hemmern (Elidel oder Protopic)

    In der Behandlung der Neurodermitis gibt es seit einigen Jahren ein neues Konzept, die so genannte proaktive Therapie, die sich zunehmend durchsetzt. Gemeint ist damit, die Haut mit niedrig dosierten Wirkstoffcremes langfristig und zwar auch in erscheinungsfreien Zeiten zu behandeln. In der proaktiven Therapie wird also auch die äußerlich gesunde Haut behandelt, die vorher von Neurodermitis betroffen war. So sollen Schübe seltener werden. Eine Literaturstudie hat nun die Wirksamkeit und Verträglichkeit von topischen Kortikosteroiden (Fluticasonpropionat, Methyl-Prednisolon) und einem Calcineurin-Hemmer (Tacrolimus) in dieser Therapieform untersucht.

    Proaktive Behandlung bei Neurodermitis - Wirksamkeit von topischen Kortikosteroiden und Calcineurin-Hemmern - Rund um die Haut - Hautstadt-Zeitung - Aktuelles - hautstadt.de

  3. #3
    Fingerwundschreiber Avatar von thalassa
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    Die proaktive Therapie wird z.B. von der Unihautklinik Würzburg propagiert und den Patienten als erfolgversprechendsten Behandlungsansatz vermittelt. Das gilt sowohl, wenn man Kortisonsalben verwednet als auch für Protopic oder Elidel

  4. #4
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Weniger Krankheitsschübe durch vorbeugende Behandlung (auch mit Kortison)

    Schubartige Verschlechterungen des atopischen Ekzems mildert das entzündungshemmende Kortison. Wichtig ist bei seiner Anwendung die Auswahl eines geeigneten Präparates (z. B. Hydrocortison) - am besten mit einem günstigen Wirkungs-Nebenwirkungsverhältnis, das kaum unerwünschte Nebeneffekte aufweist.
    Doch Kortison kann noch mehr. Untersuchungsreihen belegen, dass eine proaktive, d. h. auch in beschwerdearmen bis symptomlosen Perioden angewandte - Intervalltherapie mit entzündungsmodulierenden Wirkstoffen wie Kortison hilft, Krankheitsschübe zu verhindern.

    Auch die antientzündlich wirkenden Substanzen Tacrolimus und Pimecrolimus reduzieren - vorbeugend eingesetzt - das Risiko für Krankheitsschübe. Sie dürfen allerdings erst ab dem dritten Lebensjahr eingesetzt werden und eigenen sich in erster Linie für die Behandlung problematischer Hautstellen das Gesicht oder Hautfalten.

    Neurodermitis: weniger Krankheitsschübe durch vorbeugende Behandlung - MedUNIQA: Medizin & Gesundheit

  5. #5
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Standard Wenn das Abwehrsystem überreagiert

    Für die Stärkung und Pflege der geschädigten Hautbarriere von Neurodermitikern gibt es seit einigen Monaten eine neue Therapieform, die sog. proaktive Erhaltungstherapie. Das Besondere daran: Mit dieser Erhaltungstherapie wird die Haut gerade in der Zeit zwischen den Schüben behandelt, und zwar ohne Kortison. Die vorher betroffenen Hautareale werden in der schubfreien Zeit nur zweimal wöchentlich mit einer Tacrolimus-haltigen Salbe (Protopic® verordnet vom Hautarzt) behandelt.

    Auf diese Weise wird die geschädigte Hautbarriere nicht nur gekittet, sondern auch die sog. subklinische Entzündung der nur scheinbar intakten Haut behandelt. So wird sie widerstandsfähiger gegen Ekzemauslöser wie z. B. Pollen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen eindeutig, dass durch diese neuartige Erhaltungstherapie das Auftreten neuer akuter Ekzemschübe deutlich nach hinten verschoben und die beschwerdefreie Zeit um bis zu fünf Monate bzw. um das 10fache verlängert werden kann.

    Das Ergebnis: Besseres Hautbild, mehr Wohlbefinden, weniger Beeinträchtigungen im Alltag, z.B. Störungen der Nachtruhe wegen Juckreiz, weniger Zeit für Arztbesuche und somit eine höhere Lebensqualität.

    Wenn das Abwehrsystem überreagiert | Ratgeber Gesundheit - Bocholter-Borkener Volksblatt

  6. #6
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Standard Dem Schub zuvorkommen

    „Diese Studie zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, konsequent gegen Ekzemschübe vorzugehen“, betont Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe in Bonn. „Es genügt nicht, den Juckreiz zu lindern und die Entzündungen oberflächlich zu bekämpfen. Wichtig ist es auch, so früh wie möglich dafür zu sorgen, dass es gar nicht zu Ekzemschüben kommt, oder dass sie zumindest weniger häufig auftreten.“ Das gelingt am besten mit konsequenter Hautpflege und einer so genannten proaktiven Therapie. Dieser neue Behandlungsansatz berücksichtigt, dass die Haut bei Neurodermitis ständig eine erhöhte Zahl von Entzündungszellen aufweist, auch wenn die sichtbaren Zeichen eines Schubs bereits abgeklungen sind. Werden die betroffenen Hautstellen auch nach Abheilung des Ekzems für einen begrenzten Zeitraum in niedriger Dosierung weiterbehandelt, so sinkt nachweislich das Risiko, dass die Erkrankung erneut aufflammt.

    Juckreiz und seine Auswirkungen

  7. #7
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Standard Pro für Proaktive Therapie

    Prof. Dr. Andreas Wollenberg, Dermatologe:

    "Früher haben wir die Neurodermitis immer so lange behandelt, bis wir nichts mehr gesehen haben. Aber das bloße Auge trügt. Es ist immer noch etwas Entzündung in der Haut vorhanden, wenn wir glauben, die Neurodermitis sei schon abgeheilt. Das wissen wir und seitdem machen wir eine länger andauernde Minimalbehandlung dieses unsichtbaren Minimalekzems."

    Proaktiv wird der Ansatz genannt, weil der Patient die Initiative selbst ergreift, bevor aus der schwelenden Erkrankung wieder ein echtes und sichtbares Problem wird. Er behandelt die unterschwellige Neurodermitis eigenständig, in abnehmenden Intervallen, zu einem ihm genehmen Zeitpunkt, sodass es nicht mehr zu sichtbaren und sehr stark juckenden Schüben kommt.

    Die eingesetzten Wirkstoffe sind je nach Patient: klassische Cortisonsalben oder Immunmodulatoren wie beispielsweise Tacrolimus. Diese Erhaltungstherapie sieht vor, sowohl die Dosis wie auch die Häufigkeit des Einsalbens über einen längeren Zeitraum Schritt für Schritt immer weiter zu reduzieren. Franziska Hofmann hat mittlerweile Erfahrung:

    Franziska Hofmann, Patientin:
    "Das Wichtige bei der Therapie ist aber, dass man, wenn man zufrieden ist, nicht aufhört, sondern weiterführt, und auch, wenn nichts mehr sichtbar ist, weiterbehandelt, damit kein neuer Schub kommt."

    Neurodermitis: Eine neue Therapie macht Hoffnung | Gesundheit! | Bayerisches Fernsehen | BR

    Warum interessiert sich eigentlich niemand für diesen Ansatz??

  8. #8
    Forenlegende Avatar von Pustelblume
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    Sag mal, ist die Schlussfrage von Dir, Cookie, oder gehört sie noch zum Artikel?

    Ich interessiere mich schon für diesen Ansatz. Allerdings glaube ich, dass da nicht nur Immunsuppressiva als Pro-Aktive Therapie-Möglichkeiten in Frage kommen.

    Mir tun z.B. die basischen Bäder sehr gut; wenn die Haut besser geworden ist, vernachlässige ich jedesmal die Bäder, obwohl ich es besser wissen müsste: regelmäßig dabei zu bleiben, wäre ein Schutz vor dem nächsten Schub. Genauso ist es mit meiner Histamin-Diät: auch wenn die Haut tiptop ist, sollte man bei dem "gesunden" Essverhalten bleiben, statt - so wie leider bei mir - in alte Gewohnheiten zurückzufallen und damit eine Verschlechterung der Haut herauszufordern.
    „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Jean Baptiste Molière

  9. #9
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Ja, die Frage stelle ich mir wirklich. Die Immunsuppressiv-Therapie wird bei immer mehr UNI-Kliniken eingesetzt und irgendwie geht keiner hin .... oder macht niemand mit ... oder interessiert sich einfach nicht dafür.

  10. #10
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Standard Trügerische Ruhe in der Haut

    Warum Neurodermitis-Patienten den Hautschutz nie vernachlässigen sollten

    Ein Fehler, der den nächsten Schub provoziert, bedauert Professor Regina Fölster-Holst, Dermatologin an der Universität Kiel, in der "Apotheken Umschau". Es ist mittlerweile allgemein anerkannt, dass die Haut in der symptomfreien Zeit Schutz braucht, um nicht anfällig für den nächsten Schub zu werden. Je nach Typ oder auch Jahreszeit braucht die Haut feuchtigkeitsspendende oder fetthaltige Cremes. Baden und duschen sollen Patienten grundsätzlich nur in Maßen, weil es die Haut austrocknet. Einen gewissen Schutz bieten dabei Pflegeprodukte mit einem pH-Wert von 5,5.

    Trügerische Ruhe in der Haut / Warum Neurodermitis-Patienten den Hautschutz nie vernachlässigen sollten

    Neurodermitis (Atopische Dermatitis, atopisches Ekzem) | Apotheken Umschau

  11. #11
    Alter Hase Avatar von mond75
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    wenn das thema darauf kommt, denke ich immer wieder: muß das der nd-ler wirklich? es gibt welche unter uns, die viele jahre lang keine symptome haben...und ich glaube nicht, dass ein schub, der dann "plötzlich" aufbricht an der ihm vorenthaltenden pflege liegt bzw dass sie die vielen jahre auf aufwendige pflege verwenden hätte sollen. da dies hier die cremedatenbank ist, will ich gar nicht viel diskurtieren...ich wollt nur mal sagen, was ich jetzt gesagt habe.
    ansonsten: ich nehm dermatop basissalbe...find ich richtig jut.

  12. #12
    Forenlegende Avatar von Pustelblume
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    Zitat Zitat von mond75 Beitrag anzeigen
    wenn das thema darauf kommt, denke ich immer wieder: muß das der nd-ler wirklich?
    Wir hatten das mal irgendwo unter "proaktiver Therapie" ...auch wenn die Haut gut aussieht, ist anscheinend eine generelle Entzündungsbereitschaft vorhanden. Ich selbst creme in symptomfreien Zeiten zwar auch nur minimal, aber achte weiter auf spezielle Hautpflege über Bäder.

    In letzter Zeit ist die Entzündungsbereitschaft meiner Haut nicht mehr so heftig und ich habe mir angewöhnt, statt meiner sonstigen Cremes einfach das Rechtsregulat aufzusprühen und zu verteilen. Das riecht im ersten Moment nicht so toll, weil es auf Milchsäure-Basis ist, aber ich habe festgestellt, dass es ein Austrocknen der Haut verhindert, ohne wie eine Creme einen Film zu hinterlassen.

    Für die Probierlustigen mit leichter bis mittlerer ND würde ich das RechtsRegulat also als Creme-Alternative weiterempfehlen.

    LG Blümchen
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  13. #13
    Alter Hase Avatar von Suffmelancholie
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    Ich zweifle auch daran, dass eine Basiscreme tatsächlich gegen einen neuen Schub wirken kann. Da müssten doch eher ständig richtige Wirkstoffe geschmiert werden (war das nicht die Proaktive Therapie?).
    Wenn ich keinen Schub hab, wird die Haut auch nicht extrem trocken. Ich dusche dann auch mehr, ohne danach überhaupt zu cremen. Da sind dann nur die supertypischen Stellen da (Armbeugen, Kniekehlen), die eben jucken, wenn ich zu sehr schwitze (also dann und auch nur dann Hydrocortison o.ä. drauf bis es weg ist und fertig). Creme finde ich dann außerdem generell unangenehm.
    Man sollte eigentlich im Leben niemals die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist so groß.
    (Bertrand Russell)

  14. #14
    Fingerwundschreiber Avatar von thalassa
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    Zitat Zitat von Suffmelancholie
    Ich zweifle auch daran, dass eine Basiscreme tatsächlich gegen einen neuen Schub wirken kann. Da müssten doch eher ständig richtige Wirkstoffe geschmiert werden (war das nicht die Proaktive Therapie?).
    Wenn ich keinen Schub hab, wird die Haut auch nicht extrem trocken.
    Basispflege ist auch in den symptomfreien Zeiten wichtig, da die meisten Menschen mit ND trockene oder sehr trockene Haut habne und trockene Haut viel eher zu Reizungen, Jucken und ND-symptomen neigt. Durch regelmäßige BAsispflege und Vermeidung einer zu trockenen Haut kann man daher manchen Schub mildern oder manchmal vielleicht sogar verhindern.
    Hast Du keine trockene Haut mußt Du Dich sicherlich nicht so sehr um eine Basispflege bemühen. Aber da bist Du vermutlich eine Ausnahme ( allerdings ist z.B.mein Rücken im Gegensatz zum restlichen Körper auch wenig trocken, so daß ich da auch weniger creme ).

    Proaktive Therapie bezieht sich auf die Behandlung mit wirkstoffhaltigen Salben und Cremes auch in erscheinungsfreien Zeiten in regelmäßigen Abständen , z.B. 1x pro Woche, um die erscheinuzngsfreiheit aufrecht zu erhalten
    Lachen ist überall auf der Welt dasselbe

  15. #15
    Forenlegende Avatar von Pustelblume
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    Den Gedanken der "proaktiven Therapie" habe ich für mich persönlich auf alle die Therapieformen umgelenkt, die mir bisher gut geholfen haben. Ich bin der Meinung, dass es auch proaktiv ist, sich in symptomfreien Zeiten generell weiter an alles zu halten, was die Hautbarriere unterstützt. Ich bin jetzt schon monatelang weg vom Cortison-cremen und würde das auch nicht proaktiv weiter nehmen, weil es dem Hautbild und auch der Hautbarriere sehr geschadet hat. Mir helfen z.B. die Sodermatec-Bäder, um die Entzündungsbereitschaft im Zaum zu halten. Das ist neben der Hautpflege wie oben beschrieben, meine persönliche proaktive Therapie.

    Und wenn die Haut nach einem Totenmeersalz-Bad doch mal nach Creme verlangt, verwende ich nach wie vor VEA-Lipogel.
    „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Jean Baptiste Molière

  16. #16
    Forum-Chefin Admin Avatar von Helene
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    Ich hab die letzten 6 Beiträge aus der Cremedatenbank hierher verschoben, da sie hier thematisch besser aufgehoben sind. Oder gab es einen besonderen Grund, Cookie, warum du die Datenbank gewählt hast?
    Bei Fragen, Anregungen, Kritik, Problemen: pn an mich

  17. #17
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Na ja, Helene, wenn du jetzt auch der Meinung bist, dass Protopic eine Pflegesalbe wäre, dann könnte die thematische Zuordnung tatsächlich passen
    Ich hätte die Beiträge hier nicht reingeschupst.

  18. #18
    Stammgast
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    Zitat Zitat von Cookie67 Beitrag anzeigen
    Na ja, Helene, wenn du jetzt auch der Meinung bist, dass Protopic eine Pflegesalbe wäre, dann könnte die thematische Zuordnung tatsächlich passen
    Ich hätte die Beiträge hier nicht reingeschupst.
    Ich auch nicht. Es wird dadurch alles noch verwirrter und verwirrender.

    Insbesondere weil die Begriffe "Proaktive Therapie", "Basistherapie", "Pflege", "Basispflege" nicht von allen einheitlich verwendet werden, so wie sie von den Medizinern definiert worden sind. Und auch deren Definitionen sind nich wirklich konsequent und logisch, was noch zur allgemeinen Verwirrung beiträgt. Natürlich kann man über Sinn und Unsinn von solchen Definitionen und Therapiekonzepten überhaupt sehr verschiedener Ansicht sein - ich bin da auch hin und her gerissen. Aber für Informationsaustausch und Diskussionen sollten doch möglichst alle für dieselbe Sache auch dieselben anerkannten Definitionen verwenden. Oder?

  19. #19
    Stammgast
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    Standard Definitionen: Proaktive Therapie und Basispherapie

    Ich versuche deshalb mal, Definitionen für die "problematischen" Begriffe aufzuschreiben, so wie sie von den Ärzten verwendet werden (bitte korrigiert mich gegebenenfalls):


    "Basistherapie" ist bei der Neurodermitisbehandlung identisch mit "Basispflege" = "Hautpflege" überhaupt, die einfach sein muss, um die mehr oder weniger starke Hauttrockenheit und die dadurch gestörte Hautbarriere zu behandeln, auch im erscheinungsfreien Stadium. Es handelt sich um die Pflege mit WIRKSTOFF-FREIEN Cremes oder Salben, ggf. mit Zusätzen wie Harnstoff..., entsprechend dem jeweiligen Hautzustand. (Im Gegensatz dazu geört zur Basistherapie bei Asthma, Rheumatoider Arthritis, MS die Langzeitbehandlung mit starken Wirkstoffen wie Cortison, Methotrexat, Ciclosporin etc).
    Zitat aus den aktuellen S2-Leitlinien Neurodermitis: "...Die Anwendung einer dem Hautzustand angepassten Basistherapie (fette Salbengrundlagen auf trockener Haut, hydratisierende Öl-in-Wasser-Emulsionen bei weniger trockener Haut) und Hautreinigung stellt einen wichtigen Bestandteil der Basistherapie bei Neurodermitis dar, die auch bei fehlenden Zeichen der Entzündung angewandt werden muß." ( awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-027l_S2e_Neurodermitis_01.pdf)


    "Proaktive Therapie" ist so definiert: Langfristige, regelmäßige Weiterbehandlung der äußerlich gesund erscheinenden Haut MIT entzündungshemmenden WIRKSTOFFEN wie Cortison,Protipic oder Elidel, etwa 2x pro Woche, in der Hoffnung dadurch den nächsten Schub herauszuzögern. Dem liegt zugrunde, dass die Neurodermitikerhaut auch im erscheinungsfreien Stadium nicht vollständig gesund ist, sondern auch dann die Barrierefunktion der Haut gestört sei und Entzündungszellen vorhanden seien. (dha-immuntherapie.de/proaktiv.html)

    Es handelt sich also um eine Therapie mit echten Arzneimitteln, die "pro-aktiv", also schon vor dem Schub und aktiv angewendet wird.):

    Diese proaktive Therapie wird in den letzten 2 Jahren vermehrt propagiert. Langzeiterfahrung besteht damit also noch nicht wirklich. In die aktuellen S2-Leitlinien ist sie anscheinend noch nicht aufgenommen.
    Geändert von Maia (16.01.2012 um 10:37 Uhr)

  20. #20
    Forenlegende Avatar von Pustelblume
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    Zitat Zitat von Cookie67 Beitrag anzeigen
    Na ja, Helene, wenn du jetzt auch der Meinung bist, dass Protopic eine Pflegesalbe wäre, dann könnte die thematische Zuordnung tatsächlich passen
    Ich hätte die Beiträge hier nicht reingeschupst.
    In Deinem Post "trügerische Ruhe in der Haut" geht es doch aber gar nicht um Protopic?

    Es geht doch aber auch darum, dass die Creme-Datenbank weniger ein Diskussions-Thread ist, sondern eher mehr eine Art Lexikon für Creme-Empfehlungen. Ich persönlich fand die Thematik der proaktiven Therapie zu interessant, um sie für immer in der Versenkung der Creme-Datenbank verschwinden zu lassen. Und auch gerdae diese Diskussion hat mMn erst Recht Verwirrung in die Datenbank gebracht.

    Im Übrigen hat wohl inzwischen auch jeder die grundsätzliche Bedeutung der proaktiven Therapie begriffen. Ich wollte eigentlich lediglich zum Ausdruck bringen, dass auch wirkstofffreie Therapieformen - sofern sie einem während eines Schubes gut geholfen haben - im gleichen Sinne auch nach dem Schub fortgesetzt werden sollten, um den guten Zustand zu erhalten. Es ging mir weniger um Wortklauberei
    Geändert von Pustelblume (16.01.2012 um 18:18 Uhr)
    „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Jean Baptiste Molière

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