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Thema: Ich mag meinen Beruf aber meine Haut nicht

  1. #1
    Grünschnabel
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    Standard Ich mag meinen Beruf aber meine Haut nicht



    Hallo an alle

    Erstmal kurz zu mir,ich habe schon seit Kleinkindalters Neurodermitis. Immer mal wieder schlimmer und mal besser das übliche auf und ab.
    Ich bin 22 Jahre alt,arbeite als Altenpflegerin und befinde mich derzeit leider auf Kriegspfad mit meiner Haut.

    Mein akutes Problem,meine Haut geht beim arbeiten ständig auf,vor allem die Hände plus Handgelenke.
    Ich habe den Beruf der Altenpflegerin gelernt und bin seit Oktober 2010 ausgelernt. Empfindlich wie die Haut von uns Neurodermitikern ist habe ich immer schön Baumwollhandschuhe unter den Handschuhen getragen gecremt usw, in der Ausbildung ging das mit meiner Haut dann immer so einigermaßen.
    So jetzt aber wo ich eben keinen Blockunterricht mehr habe und festangestellt arbeite macht meine Haut nicht mehr mit. Schon Ende Oktober hat meine Haut mir gezeigt das ihr das nicht gefällt,Ende Dezember war es dann das erste mal so weit das ich mich krankschreiben lassen musste(1Woche). So 1 Wochen nach der ersten Krankmeldung war es wieder vorbei-diesmal richtig schlimm, 14 Tage krank Cortisontabletten und Salbe...So nun dachte ich jetzt benutze ich einfach kein Desinfektionsmittel, cremen,handschuhe dann wird das schon wieder und was war,3 tage später platzen die Hände wieder auf. So und wieder bin ich nun krank geschrieben. Morgen habe ich einen Termin beim Hautarzt. Ich habe etwas bammel das ich in eine Hautklinik soll oder ähnliches,ich mag so etwas nicht- aber wenn es hilft.

    Meine Hausärztin meinte jedoch schon zu mir das wenn dies auch mit meinen Schutzmaßnahmen (Handschuhe usw) nicht funktioniert dann muss ich mir überlegen den Beruf zu wechseln und das habe ich nun auch beschlossen.

    Ich möchte meine Fachhochschulreife machen und Sozialpädagogik studieren. Aber die Schule ist erst ab August 2011,was mache ich bis dahin???
    Eine Woche arbeiten und mich dann wieder krankschreiben lassen und das die nächsten 6 Monate???

    Ich hatte schon immer vor noch zu studieren es ist also nicht so schlimm für mich aber ich weis nun einfach nicht was ich bis dahin machen soll. Es tut nämlich unheimlich weh mit aufgeplatzten Händen zu arbeiten und schlafen kann ich auch nicht bin ziemlich ausgebrannt derzeit

    Weis jemand was ich für Möglichkeiten habe?Muss ich mich beim Arbeitsamt melden?Ich weis auch nicht wie lange mein Arbeitgeber noch mitmacht ich bin ja noch in der Probezeit..


    Ich würde mich sehr über eure Antworten,Fragen,Erfahrungen usw freuen

    Ganz Liebe Grüße

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Hallo,

    einfach erstmal so weitermachen. Arbeiten - krank schreiben - arbeiten....
    Früher oder später kündigt dich dein Arbeitgeber dann und du meldest dich arbeitslos bis zum Beginn des Studiums.
    Nicht nett für den Arbeitgeber aber das Beste für dich.
    (habe hier einen Fachmann an meiner Seite, ist also nicht nur daher geredet)

    Grüße
    Bensar

  3. #3
    Super-Moderator Avatar von nabla
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    für die ganzen Sozial Fächer sind Praktika oft wichtig. Teilweise (bspw. beim Studiengang Soziale Arbeit) sind Praktika sogar Voraussetzung zum Studium.

    Damit würde ich an deiner Stelle dann die Zeit bis August überbrücken.

    So nun dachte ich jetzt benutze ich einfach kein Desinfektionsmittel, cremen,handschuhe dann wird das schon wieder und was war,3 tage später platzen die Hände wieder auf.
    aber von was soll die Verschlechterung denn dann kommen? Dachte, dass Desinfektionsmittel das Hauptproblem wäre bei den Gesundheitsberufen..
    Oder hast du vielleicht gleichzeitig noch eine Kontaktallergie gegen das Material der Handschuhe? Aus was bestanden die Handschuhe denn?

  4. #4
    Forum-Chefin Admin Avatar von Helene
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    Standard

    Nur kurz: ich hab deinen Thread verschoben, Nephtys, weil er besser in die Leidensgeschichten passt.
    Bei Fragen, Anregungen, Kritik, Problemen: pn oder E-Mail (helene (at) neurodermitisportal.de) an mich

  5. #5
    Grünschnabel
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    Danke erstmal schon für die schnellen Antworten

    @Bensar: Ok wenn du einen Fachmann an der Seite hast kann ich ja gar nichts falsch machen
    aber es ist schon gemein für den Arbeitgeber.

    @nabla: Das mit den Praktikas fänd ich eine tolle Idee wobei ich eines bräuchte indem ich Geld verdiene da ich nicht mehr bei meinen Eltern lebe.

    Meine Haut ist inzwischen so empfindlich,ich reagiere auch auf normales Händewaschen und das macht man auch bei der Arbeit. Ich arbeite in der Pflege den ganzen Tag mit meinen Händen.Handschuhe trage ich nur aus Vinyl(ungepudert) und darunter noch Baumwollhandschuhe weil ich es sonst gar nicht ertrage,aber mit der Zeit wird es schwitzig und feucht da drin und dann reagiert die Haut natürlich auch. Hab auch immer mehrere Paare Baumwollhandschuhe zum wechseln dabei. Habe auch schon Seidenhandschuhe ausprobiert aber die sind nicht so gut wie die Baumwoll. Ich trage auch zu Hause fürs putzen,abspülen usw Handschuhe

    Ich bin gespannt was sich morgen ergibt wenn ich zum Hautarzt gehe.

    Grüße

  6. #6
    Grünschnabel
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    hmmm es gibt viele leute die ein praktikum machen und eine eigene wohnung haben... von daher denke ich, dass das auch lohntechnisch klappen sollte. es ist ja auch nicht deine erstausbildung und du bist erwachsen! du kannst ja in deiner bewerbung deine situation beschreiben. ich denke du wirst etwas finden bei dem du genug verdienst.

    viel glück wünsche ich dir und eine gute besserung!

  7. #7
    Forenlegende Avatar von Aida
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    Hab mir jetzt den Thread nochmal durchgelesen und frag mich grad, ob da nicht zu früh die Flinte ins Korn geworfen wird

    Gruß,
    Aida

  8. #8
    wohnt hier Avatar von Turtelina
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    Hab mir jetzt den Thread nochmal durchgelesen und frag mich grad, ob da nicht zu früh die Flinte ins Korn geworfen wird
    Ich seh das ähnlich.

    Also wenn du die Neurodermitis wirklich nur an den Händen plus Gelenke hast und dir deine Arbeit wirklich Spass macht, dann würde ich vorher noch alles ausprobieren was möglich ist bevor ich das sein lasse.

    Wenn ich auf der Station bin (sprich stationär auf der Dermatologie), seh ich immer wieder Leute die ein ganz massives Kontaktekzem haben. Ich denke da an eine Zahnarzthelferin zum Beispiel. Denen wird immer geraten sich optimal zu schützen. Hast du alle möglichen Schutzmassnahmen durch?

    Hast du schon Okklusivverbände probiert? Am Abend Hände dick einschmieren mit Cortison (während absolut akuter Zeit), Plastikfolie drüber und Handschuhe an. In der Früh wieder abnehmen und das ein paar Tage hintereinander. Das wirkt eigentlich recht gut. Das machen die im Spital immer mit den schlimmen Handekzemen. Das mit dem Rebound ist natürlich wieder ein ganz anderes Problem.

  9. #9
    Neuling
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    Zu früh die Flinte ins Korn werfen?

    Ich halte das für vernünftig. Sie kann sich problemlos mit einem Studium und somit einem anderen Beruf anfreunden.
    Zitat:
    Ich hatte schon immer vor noch zu studieren es ist also nicht so schlimm für mich aber ich weis nun einfach nicht was ich bis dahin machen soll.

    Warum den Körper mit Cortison belasten?
    Und die Seele auch noch? (Denn mit schmerzenden Händen die nicht "schön" aussehen ist auch nicht toll rumzulaufen)

    Wenn es anders geht - dann mach das.

    Grüße
    Bensar

  10. #10
    Forenlegende Avatar von Aida
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    Zitat Zitat von Bensar Beitrag anzeigen
    Zu früh die Flinte ins Korn werfen?
    r
    Na ja gut, das sind halt auch wirtschaftliche Überlegungen bei mir.
    Im Thread steht ja, dass man nicht mehr zu Hause wohnt und auf ein Einkommen schon angewiesen ist.
    Abitur hat sie anscheinend nicht, denn sie muss ja erst mal die Fachhochschulreife nachmachen....das geht ja auch nicht von heut auf morgen.
    Und dann erst noch das Studium....
    Wer soll das alles zahlen?

    Und was soll später werden, wenn im nächsten Beruf wieder ähnliche Probleme auftreten?
    Studiert man dann das nächste?

    Gruß,
    Aida

  11. #11
    Neuling
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    Hallo @Aida

    klar ist die private wirtschaftliche Situation zu berücksichtigen (Abitur, Studium ...)
    Aber dauernd krank machen, viele Medikamente benötigen,...
    Beides muss der Sozialstaat oder sie selbst ausbaden.

    Und ich gehe davon aus, das die zukünftige Berufswahl etwas besser getroffen ist und die jetzt betroffene Einschränkung berücksichtigt wird.
    Langfristig gesehen dann doch die wirtschaftlich bessere Lösung.
    Garantie gibt es natürlich für nix im Leben, leider

    Grüße
    Bensar

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