Hallo aurora,
dein Beitrag is hier ganz richtig, darum geht es ja, dass man sich auch mal was von der Seele schreiben kann! Ich kann deine Lage sehr gut nachvollziehen, mir ging es während meinem Cortisonentzug genauso. Die Verzweiflung dass man nicht weiß, was man tun kann... Jeden Morgen die Angst vor dem Spiegel, weil man nicht weiß, ob es über Nacht nicht schon wieder schlimmer geworden ist... Und das ständige Verstecken und Verkriechen zu Hause weil man sich so schämt... Umkleidekabinen sind die Hölle, ich denke kaum ein Mensch mag das Licht da drin, nicht mal gesunde. Und andere Leute im T-Shirt zu sehen wenn man selbst total aufgekratze Arme und Hände hat fand ich auch immer schrecklich.
Ich kann dir leider nur sagen, wie's bei mir war. Ich hab den ganzen Winter den Entzug durchgezogen, hab 4 Wochen in der Spezialklinik Neukirchen die schlimmsten Entzugserscheinungen weggekriegt, sodass ich die Neuro nur noch schlimm an meinen Hauptstellen hatte, nämlich Hals, Ellenbeugen, Unterarme und Hände. Mein Gesicht wurde im Frühling von allein wieder besser Gott sei Dank, aber der Rest hat immer noch ganz schrecklich genässt und an T-Shirts war nicht zu denken. Im Frühsommer hab ich dann aufgegeben und mir Protopic verschreiben lassen, was ich seitdem verwende. Irgendwie hab ich damit ein besseres Gefühl als mit Cortison, weil's ja angeblich keine Langzeitfolgen hat, nicht systematisch auf den Körper wirkt und keinen Entzug verursachen soll. Keine Ahnung ob das stimmt, aber ich hatte nach der langen Leidenszeit einfach keine Kraft mehr, nochmal was alternatives zu probieren und im Sommer mit Rollkragenpulli rumzulaufen.
Dir wünsche ich allerdings ganz viel Erfolg mit den Methoden die du ausprobierst, wahrscheinlich ist eine gesunde Lebensweise und Ernährung und gute Hautpflege immer noch der beste und langfristigste Weg, der Neuro beizukommen. Schreib uns doch weiterhin, wie's dir geht und was du probierst!
Alles Gute, ich drück dich!
Helene


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