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Thema: Ist Hautkrebs ein Symptom für ND?

  1. #21
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Standard Zwischenstand



    Also @maksiu73 durch Wiederholungen werden deine Aussagen nicht wahrer. Ich halte mal fest, dass bisher kein Neurodermitiker einen Hautkrebs mit Immunsuppressiva in Verbindung bringt.

    Im Gegensatz dazu gibt es viele Berichte im Forum, dass Immunsuppressiva die ND erfolgreich behandeln können. Es überwiegt eindeutig die Anzahl derjenigen, bei denen Immunsuppressiva wirken. Dort wo sie nicht wirken, hilft außer Cortison kaum etwas.

    Tacrolimus wird in mehr als 60 Ländern weltweit eingesetzt und hilft tagtäglich Millionen von ND-Patienten. Die Protopic-Salbe ist seit über 10 Jahren im Einsatz.

    Ich kann weit und breit aber auch gar nichts erkennen, dass die Häufigkeit von Hautkrebs bei NDlern mit Verwendung von Immunsuppressiva höher ist als in der gesunden Allgemeinbevölkerung.

  2. #22
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    Zitat Zitat von Cookie67 Beitrag anzeigen
    Also @maksiu73 durch Wiederholungen werden deine Aussagen nicht wahrer. Ich halte mal fest, dass bisher kein Neurodermitiker einen Hautkrebs mit Immunsuppressiva in Verbindung bringt.

    Im Gegensatz dazu gibt es viele Berichte im Forum, dass Immunsuppressiva die ND erfolgreich behandeln können. Es überwiegt eindeutig die Anzahl derjenigen, bei denen Immunsuppressiva wirken. Dort wo sie nicht wirken, hilft außer Cortison kaum etwas.

    Tacrolimus wird in mehr als 60 Ländern weltweit eingesetzt und hilft tagtäglich Millionen von ND-Patienten. Die Protopic-Salbe ist seit über 10 Jahren im Einsatz.

    Ich kann weit und breit aber auch gar nichts erkennen, dass die Häufigkeit von Hautkrebs bei NDlern mit Verwendung von Immunsuppressiva höher ist als in der gesunden Allgemeinbevölkerung.
    Eigentlich schreibe ich nur meine Meinung... und ich habe auch schon geschrieben, dass meine Kenntnisse die orale Anwendung betreffen... und das sind wissenschafftliche Untersuchungen, die an verschiedenen Zentren durchgeführt wurden, also keine Bild-Berichte... wegen Hautkrebs Erkrankungen bieten sogar mehrere Hautkliniken extra Sprechstunden für Transplantierte.
    Die Wirkstoffe aus der Salbe sind ganz anders aufgenommen und wirken nur lokal... deswegen auch die Nebenwirkungen können unterschiedlich sein...

    Ich halte trotzdem fest an meiner Überzeugung: wenn bei Transplantierten die oral verabreichte Immunsuppressiva solche Wirkung haben, wieso sollten die ND-Betroffene die auch oral behandelt werden, anders reagieren? Vielleicht die Unterschiede in Dosierung können diese Risiko vermindern, aber ich glaube nicht, dass es ganz verschwindet... keine Ahnung, ob es Studien an ND-Patienten in dieser Richtung gibt...

    Ich kann natürlich verstehen, dass die ND-Betroffene toll finden, wenn die Medikamente helfen. Mich treibt diese Krankheit auch in den Wahnsinn... aber man kann auch nicht alle Nebenwirkungen von diesen Medikamenten ausblenden... besonders, dass man auch weiß, dass durch sie auch Langzeitprobleme entstehen können.

  3. #23
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    Zitat Zitat von maksiu73 Beitrag anzeigen
    Mich treibt diese Krankheit auch in den Wahnsinn... aber man kann auch nicht alle Nebenwirkungen von diesen Medikamenten ausblenden... besonders, dass man auch weiß, dass durch sie auch Langzeitprobleme entstehen können.
    Ja, da stimme ich Dir voll und ganz zu.
    Ich denke nur, dass das viele Neurodermitiker nicht wahr haben wollen.

    Danke für deinen Beitrag,
    Aida

  4. #24
    Super-Moderator Avatar von nabla
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    Die Dosis spielt dabei aber eine große Rolle.

    Man kann die Nebenwirkungen von Transplantationspatienten nicht einfach auf Neurodermitispatienten übertragen, obwohl die nur einen Bruchteil der Dosis nehmen.
    Und wenn ein Mittel innerlich Nebenwirkungen hervorruft, muss es nochlange nicht heißen, dass es auch Nebenwirkungen gibt, wenn man sich den Stoff auf die Haut schmiert.

  5. #25
    Super-Moderator Avatar von nabla
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    Zitat Zitat von nabla Beitrag anzeigen
    Man kann die Nebenwirkungen von Transplantationspatienten nicht einfach auf Neurodermitispatienten übertragen, obwohl die nur einen Bruchteil der Dosis nehmen.
    Weiss jemand eigentlich wie hoch die Dosis bei Transplantationen ist? Dachte immer die wäre erheblich höher als bei Nd. Hab jetzt mal ein bisschen gegoogelt und kaum informationen dazu gefunden. Auf einer Seite hatte ich als Beispiel nur eine Dosis von 350 mg / Tag gefunden...naja, davon bin ich auch nicht weit entfernt...

    EDIT: hab doch noch eine vernünftige Quelle gefunden. Bei Transplatationen nimmt man zwischen 8 und 12 mg/ Kg Körpergewicht. Zum Vergleich: Bei Neurodermitis geht man normalerweise bis maximal 5 mg / kg Körpergewicht. Ich nehme im Moment gut 4 mg / Kg.
    Geändert von nabla (15.01.2010 um 22:38 Uhr)

  6. #26
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    Hi!
    Das Immunsystem arbeitet auch in den oberen Hautschichten, um dort mögliche schädliche Eindringlinge zu bekämpfen. Das sind vor allem UV-Strahlen und Bakterien oder Viren. Die Keime sind was Hautkrebserkrankungen betrifft ungefährlich, können aber zu Entzündungen und Infektionen bis hin zu Abszessen führen wenn der Körper keine intakte Abwehr dagegen hat. Aber ohne funktionierendes Immunsystem wird die Haut auch mit der UV-Strahlung nicht fertig und das erhöht das Krebsrisiko. Deshalb müssen alle, die Immunsuppressiva verwenden, auch auf guten Sonnenschutz achten - Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen auch im Sommer, Sonnencremes mit sehr hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille. Bei Salbenbehandlung sollten vor allem die behandelten Stellen geschützt werden, es ist aber noch nicht wirklich erwiesen, ob und wie sich die Salben auch auf nicht behandelte Areale auswirken.
    If life hands you a lemon, bring out the tequila and the salt!

  7. #27
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    Zitat Zitat von nabla Beitrag anzeigen
    Weiss jemand eigentlich wie hoch die Dosis bei Transplantationen ist? Dachte immer die wäre erheblich höher als bei Nd. Hab jetzt mal ein bisschen gegoogelt und kaum informationen dazu gefunden. Auf einer Seite hatte ich als Beispiel nur eine Dosis von 350 mg / Tag gefunden...naja, davon bin ich auch nicht weit entfernt...

    EDIT: hab doch noch eine vernünftige Quelle gefunden. Bei Transplatationen nimmt man zwischen 8 und 12 mg/ Kg Körpergewicht. Zum Vergleich: Bei Neurodermitis geht man normalerweise bis maximal 5 mg / kg Körpergewicht. Ich nehme im Moment gut 4 mg / Kg.
    Ich habe schon irgendwo zu dieser Thema geschrieben: es ist nicht wichtig, wieviel man nimmt, sondern wie ist der Blutspiegel. Deswegen werden ständig Blutkontrollen gemacht. Z.B. meine Tochter (16 kg) nimmt gleiche Dosis wie mein erwachsener Bekannte (85 kg) und sie haben gleicher so genannter Bluttalspiegel. Dieser Spiegel ist bei Cyclosporin meistens zwischen 100-150 µg/l. Es wird dann eher 100 µg/l angestrebt.
    Wie sieht das bei ND-Behandlung? Weiß einer von euch, wie sein Bluttalspiegel ist???

  8. #28
    Super-Moderator Avatar von nabla
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    Zur Einschätzung des therapeutischen Ansprechens ist bei Patienten mit dermatologischen Erkrankungen die Bestimmung der Ciclosporin-Tal-Blutspiegel in der Regel nicht erforderlich, da keine Korrelation zum therapeutischen Ansprechen und den Nierenfunktionsparametern besteht
    von AWMF online - Leitlinie Dermatologie / Therapie mit Ciclosporin


    ..ok, das überrascht mich auch etwas. Ich weiß nur, dass der Spiegel bei mir meistens nicht mit gemessen wird.

    Zitat Zitat von maksiu73
    Z.B. meine Tochter (16 kg) nimmt gleiche Dosis wie mein erwachsener Bekannte (85 kg) und sie haben gleicher so genannter Bluttalspiegel.
    komisch, dass das bei Nd keine Rolle spielen soll. Bei Neurodermitikern nehmen meistens alle so in etwa das gleiche..Die einzige Ausnahme, die ich da kenne ist Cookie.. vllt ist das eine Erklärung, warum er mit einer minimal Dosis auskommt.
    Geändert von nabla (16.01.2010 um 10:57 Uhr)

  9. #29
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    Zitat Zitat von nabla Beitrag anzeigen
    von AWMF online - Leitlinie Dermatologie / Therapie mit Ciclosporin


    ..ok, das überrascht mich auch etwas. Ich weiß nur, dass der Spiegel bei mir meistens nicht mit gemessen wird.



    komisch, dass das bei Nd keine Rolle spielen soll. Bei Neurodermitikern nehmen meistens alle so in etwa das gleiche..Die einzige Ausnahme, die ich da kenne ist Cookie.. vllt ist das eine Erklärung, warum er mit einer minimal Dosis auskommt.
    Kein Wunder: wenn man den Spiegel nicht kontroliert, dann wird die Cyclosporin ähnlich wie Antibiotika verabreicht: in abhängigkeit von Körpergewicht.
    Der Spiegel im Blut ist aber viel entscheidender. Bei Meisten Medikamenten und Therapien wird es allerdings nicht getestet, da das zu aufwendig ist. Und die Nebenwirkungen von Medikamenten (besonders, wenn sie nur wenige Tage genommen werden) können in Kauf genommen werden. Bei Langzeittherapie Blutspiegel ist aber entscheidend.
    Ich habe mal ein Vortrag zu Medikamentenwirkung gehört. Und da haben sie von frühen Versuchen mit Krebspatienten berichtet. Damals wurden die Medikament5e auch pauschal pro Gewicht angegeben. Und einige Patienten starben an multiplem Organversagen. Nach der Biopsie wurde dann festgestellt, dass Medikamentenspiegel im Blut war bei Ihnen deutlich höher als bei anderen Patienten. Sie haben ganz einfach langsamer die Medikamente abgebaut...

    Es wundert mich also, dass der Spiegel bei ND-Patienten nicht getestet wird... es ist wahrscheinlich zu teuer...

    Und noch eine Anmerkung: nachdem Blutspiegel meiner Tochter angestellt wurde, die Dosis die sie nehmen musste war doppelt so hoch, wie empfohlen... bei dem Kind von meiner Bekannten wieder fast drei mal niedriger...

  10. #30
    Forum-Chefin Admin Avatar von Helene
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    Interessantes Thema, weicht aber langsam von der Ausgangsfrage ab. Führt die Diskussion doch bitte im Ciclo-Thread weiter (http://www.neurodermitisportal.de/fo...-t1403-20.html), das macht ihr ja eh schon
    Bei Fragen, Anregungen, Kritik, Problemen: pn an mich

  11. #31
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Ich habe gerade mal ein interessantes und aktuelles wissenschaftliches Ergebnis gefunden, welches meine These unterstützt, dass der Neurodermitiker nicht zu Hautkrebs neigt.

    Chronische Entzündungen fördern Wachstum von Hauttumoren | Die Stadtredaktion

    Die für uns gute Nachricht lautet:
    Entzündung ist dabei nicht gleich Entzündung. Während durch mehrfache schwere Sonnenbrände aber auch in chronisch-entzündeten Wunden das Krebsrisiko erhöht ist, ist dies bei Neurodermitis oder Schuppenflechte, ebenfalls Entzündungen der Haut, nicht der Fall.

  12. #32
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Standard Hautkrebsvorsorge

    Hier mal wieder ein aktueller Focus-Artikel zu Hautkrebs:

    Ist es nur ein harmloser Leberfleck, eine kleine Warze oder doch schwarzer Hautkrebs?18 typische Hautveränderungen (Abbildungen in der Fotogalerie) können auch Laien relativ einfach identifizieren.

    Zu den häufigsten Hautveränderungen gehören Muttermale, Warzen, Neurodermitis, Schuppenflechte, Herpes, Hautborreliose und Krebs. „Vor allem Hautkrebs nimmt zu, sowohl der weiße, als auch der schwarze“, berichtet Dermato-Onkologe Rüdiger Hein, vom Klinikum rechts der Isar der TU München. Ursache sind das Schönheitsideal gebräunte Haut und das veränderte Freizeitverhalten mit Sonnenurlaub und Solarium im Winter, häufigem Sonnen und Sporteln im Sommer. So bekommen immer mehr Menschen Melanome, darunter auch viel junge.

    Insgesamt erkranken in Deutschland rund 120 000 Menschen pro Jahr an verschiedenen Arten von Hautkrebs, etwa 15 000 an Melanomen, mehr als 100 000 an weißem Hautkrebs. Hautkrebs ist mittlerweile die häufigste Krebserkrankung, vor Prostatakrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen.

    Hautkrebs: Wann wird das Muttermal gefährlich? - Vorbeugung - FOCUS Online - Nachrichten

  13. #33
    Fingerwundschreiber Avatar von marlen
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    Ich habe eine sehr helle Haut, blonde (und nicht viele) Haare und dazu sehr viele Muttermale. Bin also ein typischer "Hautkrebstyp". Da es in meiner Familie Vorbelastungen gibt, gehe ich seit Jahren regelmäßig 1x im Jahr zur Vorsorge. Daher weiss ich, dass diese Untersuchung 1x im Jahr mittlerweile zwar von den Kassen übernommen wird, jedoch nur die Begutachtung durch die Augen des Arztes. Mehr aber nicht!
    Wenn man ein richtiges Screening möchte, also so eins mit einer "Maschine" wobei die auffälligen Muttermale gescannt und u.a. mit den Aufnahmen des Vorjahres auf Auffälligkeiten, etc. verglichen werden können, dann zahlt man das selber! Kostet so ca. 70,- bis 80,- €. Aber gut... da kommt dann auch nicht mehr drauf an.Mir ist es das wert Ich finde "Screening" klingt in diesem Zusammenhang immer etwas irreführend.

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