Hallo mamamia,
ich habe auch Erfahrung mit Nahrungsmittelallergien und würde dich gerne unterstützen. Milch, Nüsse, Kakao/Schokolade mussten wir auch lange vermeiden. Allerdings habe ich selbst keine Ehrfahrung mit gluten- und eifreier Ernährung .
Eure Verbotsliste ist wirklich extrem. Da stellen sich mir ein paar Fragen:
1. Warum ist das alles verboten? Wenn ausgetestet, wenn ja wie getestet?
2. Sind das absolute Verbote, oder dürfen Kleinmengen enthalten sein? z.B. ist es ja kaum möglich, einen Kuchen ganz ohne Zucker in irgendeiner Form herzustellen, auch im Honig und in Bioobst ist ja auch Zucker enthalten... Und Zuckerersatzstoffe sind ja auch nicht gut.
3. Hast du schon mal an eine professionelle Ernährungsberatung gedacht? Bei so strengen Verbotslisten solltest du so etwas schon in Anspruch nehmen, damit dein Kind nicht längerfristig Probleme durch Fehlernährung bekommt!
4. Müsst ihr noch mehr beachten (Fleisch...)?
Hier erst mal ein paar allgemeine Tipps, die sich bei mir bewährt haben:
Aus meiner Erfahrung ist es am besten, positiv zu sagen, was erlaubt ist. Aus diesen Zutaten muss halt etwas gezaubert werden.
Wir sind prinzipiell ganz gut damit klargekommen, indem wir überlegt haben, was denn erlaubt ist, und versucht haben, die verbotenen Zutaten zu ersetzen.
z.B. statt Kuhmilch - Reismilch, Sojamilch, Ziegenmilch, Apfel- oder Birnensaft
statt Joghurt aus Kuhmilch - Joghurt aus Schafsmilch
statt Kakao - Carobpulver in den Kuchen
statt Nüsse - Mandeln werden oft besser vertragen
statt Zucker - geriebenes süßes Obst wie süße Äpfel, Birnen, Bananen (wenn erlaubt). Ich habe auch Rohrohrzucker genommen, aber nur die Hälfte der angegebenen Zuckermenge
statt Kekse... - Reiswaffeln
statt Schokolade - Reiswaffeln mit Carob-Palmfett-Glasur, oder eine ganz andere Alternative wie Obst, Gummibärchen.
Manchmal, aber nicht immer, fällt es uns Großen schon auf , dass es anders als normal schmeckt. Aber die Minis merken das noch nicht, sie haben ja nicht den Vergleich! Sicher ist es gut, wenn sie sehen, Mami und Papi essen das auch und finden es toll - dann ist es für die Kleinen schon mal interessant.
Es gibt Getreidemühlen, mit denen du selbst die Körner zu Mehl mahlen könntest. Mit einem Steinmahlwerk kann man das Mehl feiner mahlen als mit einer Stahlmühle. Ich habe schon seit fast 20 Jahren einen entsprechenden Mahlwerksaufsatz für meine Küchenmaschine, das nimmt nicht so viel Platz weg wie eine größe Getreidemühle, und mahle damit häufig meine Körner für Brote und Kuchen, auch Reis geht gut. Mit Quinoa, Hirse etc. habe ich es noch nicht probiert, denke aber, dass das wahrscheinlich auch funktioniert.Ich habe ein Rezept mit Quinoamehl und Guarkernmehl gefunden. Allerdings habe ich diese beiden Mehlsorten nirgends bekommen.
So eine Mühle hat auch den Vorteil, dass du immer frisches Mehl hast, das ist auch gesünder.
Guarkernmehl kann man übers Internet bekommen, wahrscheinlich auch über Bioläden.
Nein, aber Shortbread-Fingers, schmecken sehr lecker, enthalten in meinem Rezept aber auch Normalmehl und Zucker...Aus Reismehl einen Kuchen zu backen ist nicht zufällig jemand von euch schon gelungen,oder?


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Danke für eure Hilfe!
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