Ich weiß nicht,ob mein Beitrag hier richtig ist,aber ich muß mal was los werden.Habe selber keine Neurodermitis,aber meine Tochter.Ihr glaubt nicht, wie oft ich mir schon gewünscht habe, daß ich die neurodermitis habe und nicht sie.Es ist sehr schwer zusehen zu müssen,wie ein geliebter mensch leidet,und zwar an eineer Krankheit für die es nicht einfach eine Tablette,eine OP oder eine sonstige festgelegte Therapie gibt.Die Wissenschaft ist in vielen Beriechen so fortschrittlich, aber auf dem "Neurodermitisgebiet" tut sich sehr wenig.das Unverständnis der lieben Mitmenschen kommt dann auch noch dazu.Alles was anders ist/aussieht muß erstmal ausgegrenzt werden und es bedarf sehr viel Aufklärung um Nichtbetroffenen diese krankheit näher zu bringen.jeden morgen aufzuwachen und erstmal zu gucken,wie dei Haut meiner Tochter aussieht ist schon sehr belastend, vor allem, weil ich vor ihr auch nicht meine wahren Gefühle zeigen kann.ich versuche immer, ziemlich locker damit umzugehen,damit sie möglichst normal laben kann, aber in meinem Inneren sieht es meistens ganz anders aus.Ich verfluche diese Krankheit wirklich und bewundere euch alle hier im Forum wie ihr damit umzugehen gelernt habt und wie ihr durchhaltet
Ich habe da mit meinem Bruder auch so ein Problem =( Was für mich und meine Eltern sehr schwer ist ist, dass er sich so verschließt. Er sitzt die ganze Zeit nur in seinem Zimmer vor seinem PC und man bekommt ihn nur selten zu Gesicht. Öfter kommt es hier deshalb auch zu Konflikten.
Hätte denn einer von euch eine Idee, wie man dagegen vorgehen könnte? Es wäre echt schön, wenn er sich mehr in die Familie integrieren würde, weil wir wollen ihm alle helfen. Jedoch verschließt er sich so. Er hatte es echt nicht immer leicht ( er wurde oft zurückgewiesen ) und ich denke einen großen Teil trägt auch noch seine Neurodermitis bei, die er seit seiner Geburt hat.
Sukia![]()
liebe sukia,
so schwer es ist: aber vielleicht solltet ihr aufhören, ihm helfen zu wollen, denn allein durch diese zielsetzung meßt ihr ihm und/oder seiner krankheit eine besondere position innerhalb der familie bei. vielleicht will er aber einfach nur normal sein. und zum anderen: man kann nur jemandem helfen, der hilfe wünscht, anscheinend tut er das nicht...also laßt ihm den spielraum, selbst zu entscheiden.
mond
Man kann niemandem helfen, der keine Hilfe möchte.
Behandelt ihn als normalen Menschen und nervt ihn nicht ständig, weil er sich eben nicht in den Mittelpunkt des Familienlebens drängt. Akzeptiert ihn als den Menschen, der er ist.
Jeder Mensch hat das Recht, sich zu isolieren, wenn er das möchte.
Naja, es ist ja nicht so, dass wir ihm hinterherrennen. Eigentlich überhaupt nicht. Seit einiger Zeit kümmern meine Eltern sich ja wieder richtig um ihn und die Neurodermitis. Momentan ist sogar Besserung in Sicht. Seit dem ist mein Bruder schon etwas offener und so. Das Problem ist nur, dass er sich selbst ansonsten immer zurückzieht ( klar das mit der Pubertät is sicher auch ein Grund ^^) , aber er macht sich selbst auch ständig total runter und ich würde es gerne schaffen, dass er aufhört zu denken, er sei die totale Belastung für uns. Manchmal erwähnt er nämlich solche Sachen obwohl er völlig normal von uns behandelt wird. Er war halt früher in der Schule etc immer der Außenseiter...
etwas vergessen xD : Ich weiß, was ihr mit dem Hinterherrennen meint. Stell ich mir auch total nervig vor sowas. Abeer naja selbst wenn ich wollte, ich könnte ihm nicht hinterherrrennen und nerven, da er halt immer zurückgezogen ist.
Ich denke, ihr habt ja alle recht. Seh das ja auch so. Besoners den Punkt, dass man jemandem nur helfen kann, wenn der das auch will. Das Problem ist nur, er hat die Schule fast fertig und muss sich dann eine Ausbildung noch suchen. Deshalb gab es hier auch schon so oft Ärger, weil er eben nur in seinem Zimmer hockt und nix macht. Meine Eltern sind einfach total ratlos, wie sie an ihn herankommen können. Sie haben Angst, dass er seine Zukunft in den Sand setzt ( Eltern eben ). Man hat manchmal das Gefühl, er lässt sich total hängen und das möchte halt keiner, weil er ist nicht dumm oder sowas. Redet sich aber all solche Sachen ständig ein.
Nun ist momentan aber auch Besserung in Sicht und ich hoffe, das hält auch so an :)
Danke euch, für eure ehrlichen Meinungen ;)
Sukia
Bei mir war' s in den schlimmsten ND-Phasen definitiv so, dass meine Mama deutlich mehr gelitten hat, als ich selbst.
Mich haben in erster Linie die ("doofen") Nachfragen von außen genervt, weil die ND für mich so ständig präsent war, auch wenn ich mal nicht dran gedacht habe. Klar, ich hatte zum Teil auch schlimme Schmerzen, aber irgendwie war das halt so. Aber ich hab die Krankheit zu dem Zeitpunkt halt hingenommen und ich wollte in erster Linie meine Ruhe. Meine Mama hat aber ständig neue tolle Sachen angeschleppt, die ich unbedingt ausprobieren sollte, aber ich wollte einfach nicht. Ich hatte zu dem Zeitpunkt auch ein eher schlechtes Verhältnis zu meiner Mum, weil sie ständig mit Hinz und Kunz über meine ND geredet hat und wie schlimm das doch ist undundund, das fand ich total blöd.
Heute, mit einigem Abstand und inzwischen selbst als Mama, sehe ich das deutlich anders, trotzdem ist eins geblieben: In Schubphasen möchte ich nicht drauf angesprochen werden und einfach "meinen Weg" gehen dürfen, eigentlich mag ich eh überhaupt nicht auf meine Haut angesprochen werden, auch nicht, wenn sie top in Ordnung ist
Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.
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