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Thema: Filaggrin

  1. #1
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Standard Filaggrin



    Neue Theorie zu Neurodermitis erforscht. (Ärzte Zeitung, 03.12.2010)
    NÜRNBERG (eb). Patienten mit der erblich bedingten Hautkrankheit Ichthyosis vulgaris neigen oft auch zu Neurodermitis und zu Allergien. Forscher um Dr. Vinzenz Oji von der Uni Münster vermuten, dass eine verminderte Filaggrin-Herstellung für diesen Zusammenhang bedeutsam ist.

    Filaggrin-Abbauprodukte erhöhen offenbar die Aktivität von Proteasen, die eine Neurodermitis begünstigen. Der Zusammenhang kann jetzt mithilfe eines Graduierten-Stipendiums der Novartis-Stiftung weiter erforscht werden, teilt das Unternehmen Novartis mit.

    Filaggrin und ND bei Wiki:
    Neuere Ergebnisse zeigen, dass die Barrierefunktion der Haut gegenüber der Umwelt gestört ist, weil Gendefekte dazu führen, dass wichtige Strukturproteine nicht gebildet werden. So wurden Mutationen im Filaggrin-Gen entdeckt, die zu einer Verminderung von Filaggrin in den äußeren Hautschichten führen.[4] Dieses Filaggrin-Protein ist ein Schlüsselelement der epidermalen Hautbarriere und fördert Verhornungsprozesse an der Hautoberfläche. Bei der atopischen Dermatitis ist die Schutzfunktion der Haut entscheidend beeinträchtigt. Die geschwächte Barriere könnte ein erleichtertes Eindringen von Allergenen und die erhöhte Entzündungsbereitschaft atopischer Haut bedingen.

    Weiß hierzu jemand mehr?

  2. #2
    Alter Hase Avatar von Hanyou
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  3. #3
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    Zu Filaggrin und Neurodermitis wurden schon 2007 wurden von einer Innsbrucker Forschungsgruppe (Robert Gruber, Andreas Janecke und Matthias Schmuth, in Zusammenarbeit mit weiteren internationalen Forschergruppen) Forschungsergebnisse veröffentlicht:

    "…Ein wichtiger neuer Hinweis kam nun von der Ichthyosis vulgaris („Fischschuppenkrankheit“), einer angeborenen Hautkrankheit mit übermäßiger Hautschuppung und Trockenheit, bei der Mutationen im Filaggrin-Gen entdeckt wurden, die zu einer Verminderung von Filaggrin in den äußeren Hautschichten führen. Nachdem die Ichthyosis vulgaris in einem Drittel der Fälle gleichzeitig mit einer atopischen Dermatitis einhergeht, war es naheliegend auch hier nach Filaggrindefekten zu suchen. Das führte zur Erkenntnis, dass bis zur Hälfte der Patienten mit atopischer Dermatitis diesen Gendefekt tragen..."

    Dies heißt, Filaggrin ist offensichtlich ein wichtiger und interessanter Faktor für die Entstehung einer Neurodermitis, aber nicht der ausschlaggebende: laut dieser Studie hatte bis zur Hälfte der ND-Patienten einen Defekt des Filaggrin-Gens. Ein Defekt des Filaggrin-Gens erhöht das Neurodermitis-Risiko deutlich, führt aber nicht zwangsläufig zu ND.

    Ein weiteres interessantes Ergebnis dieser Studie zeigt, dass die verschiedenen Gen-Mutationen eine unterschiedliche geographische Verteilung aufweisen:

    "...Dabei stellte sich heraus, dass bestimmte Mutationen verschiedenen geographischen Regionen gemeinsam sind während andere nur in bestimmten Regionen anzutreffen sind. So wurde im Rahmen der Untersuchungen auch eine Mutation entdeckt, die bisher ausschließlich in Tirol beobachtet wurde."

    Neurodermitis: Altes Rätsel gelöst

  4. #4
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Richtige Pflege der in ihrer Abwehrfunktion gestörten Haut / Individuelle Auslöser kennen und vermeiden / Enge Zusammenarbeit mit dem Arzt.

    Bei der Erkrankung ist die Barrierefunktion der Haut gestört. Grund dafür ist nach neuesten Forschungen eine Genmutation, die die Funktion des Proteins Filaggrin beeinträchtigt. Es sorgt normalerweise für einen Wasser-Fett-Film auf der Haut, der für eine ausreichende Hautfeuchtigkeit sorgt, und verbaut Schadstoffen, Allergenen und Krankheitskeimen den Weg durch die Hornzellen der obersten Hautschicht.

    Aktuelles - Neurodermitis – Krankheitsschüben vorbeugen

  5. #5
    Forenlegende Avatar von Cookie67
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    Standard Ein bisschen Dreck ist gesund.

    Was im Einzelnen zu Neurodermitis führt, ist bis heute nicht bis ins letzte Detail erforscht. Die Forschung geht davon aus, dass bei vielen Menschen, die an der chronischen Hauterkrankung leiden, ein Defekt des Filaggrin-Gens vorliegt.

    Doch das Erbgut alleine ist es nicht, das knapp vier Millionen Deutsche dazu bringt, sich die Haut blutig zu kratzen. Auch Stress und starke Emotionen sind bei rund einem Drittel der Betroffenen ein entscheidender Faktor, um Krankheitsschübe auszulösen. Denn das Immunsystem von Neurodermitiker nist so übereifrig, dass es auf zahlreiche Einflüsse reagiert – auf bakterielle Eindringlinge genauso wie auf harmlose Blütenpollen, Nahrungsmittel oder Tierhaare. Heilen lässt sich Neurodermitis bislang nicht. Aber die Beschwerden lassen sich lindern. Wer seine individuellen Auslöser kennt, kann sie meiden. Und auch Medikamente reduzieren die Symptome

    Neurodermitis: Ein bisschen Dreck ist gesund | Anzeige*- Frankfurter Rundschau

    http://www.fr-online.de/anzeige/neur...,11057484.html
    Geändert von Cookie67 (29.10.2011 um 17:59 Uhr)

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