Haben Neurodermitispatienten seltener eine allergische Kontaktdermatitis als Nicht-Neurodermitiker? Das haben sich Forscher der Harvard Medical School in Boston (USA) gefragt.

Die Ergebnisse zeigen: Die Sensibilisierungsrate lag bei den Neurodermitispatienten sogar höher als bei den Nicht-Atopikern: 65,0 Prozent in der A- bzw. 57,4 Prozent in der NA-Gruppe. Gleiches galt für die durchschnittliche Anzahl von positiven (allergischen) Reaktionen pro Patient: 1,5 A- bzw. 1,2 NA-Gruppe. Substanzen, die am häufigsten Allergien auslösten, waren in beiden Gruppen die gleichen. Doch in der Neurodermitis-Gruppe war ein höherer Anteil von Individuen auf Kaliumdichromat und Phenolmercuriacetat sensibilisiert als bei den Nicht-Atopikern. Die Diagnose, die in beiden Gruppen am häufigsten gestellt wurde, war allergische Kontaktdermatitis (41,9 bzw. 45,5 Prozent in der A- bzw. der NA-Gruppe). Von einem Hand-Ekzem waren unter den Beschäftigten in Berufen mit viel Kontakt zu Nässe und/oder reizende Stoffen mehr Nicht-Atopiker betroffen. Fazit: Neurodermitis-Patienten haben ein mindestens ebenso hohes Risiko für Kontaktallergien wie Nicht-Atopiker.

Weniger Kontaktallergien bei Neurodermitis? - Rund um die Haut - Hautstadt-Zeitung - Aktuelles - hautstadt.de