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Thema: Stoffwechselerkrankung

  1. #1
    Grünschnabel
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    Standard Stoffwechselerkrankung

    Also, meiner Meinung nach ist ND eine Stoffwechselerkrankung. Natürlich spielen auch andere Faktoren wie Stress/Psyche eine Rolle, aber das ist denke ich bei allen Menschen so, bei uns tritt es nur so offen zu Tage...
    Jetzt zu meiner Erklärung von ND, die sich natürlich aus meiner Geschichte begründet und nicht allgemeingültig sein muss:
    Ich hab vor 2-3 Jahren wieder ND bekommen, als Kind hatte ich es schon, nicht stark und es war mit 10 oder so weg.

    Deshalb war ich ziemlich panisch als es von Monat zu Monat schlimmer wurde. Irgendwann hatte ich eine Art "Dauerschub" mit offenen und blutenden Stellen am ganzen Körper, und als auch noch mein Gesicht "angefressen" wurde - entschuldigt den Ausdruck, aber so habe ich es empfunden - war ich völlig fertig. Ich wollte Cortison nicht innerlich nehmen, hab schon ewig gewartet bis ich es gecremt habe, und mit sonstigen Ratschlägen wie "brechen sie ihr Studium ab" und "ziehen sie wieder ans Meer" war ich nicht zufrieden.

    Also bin ich zum Heilpraktiker, genauer zum Mesologen. Das ist eine Richtung die aus Holland kommt und hier in Deutschland langsam aufkommt. Die versuchen z.B.TCM in die Behandlung miteinzubeziehen. Genauere Erklärung gibts auf deren Homepage...
    Als erstes wurde bei mir klar, das mein Darm gestresst war und die Lunge überfordet, folglich musste die Giftausscheidung über die Haut gehen- ganz schlecht, ich denke das Problem haben wir alle-
    Dann hab ich 3 Monate konsequent Milchprodunkte und Zucker weggelassen und homöopathische Medikamente bekommen und, oh Wunder, die Entzündungen gingen nach einer fiesen Erstverschlimmerung weg!!
    Jetzt geht es deutlich besser (nach 4 Monaten), ich nehme weiter/andere Medikamente da jetzt wohl die Ursache des Ganzen klar ist:
    Wahrscheinlich hatte ich als kleines Kind eine Infektion, die die Leber gestört hat. Sie hat den Ausscheidungsorganen mehr übriggelassen als sie vertragen können. Durch die Hormonumstellung zur Pubertät hat der Körper es irgendwie kompensiert.
    Als ich die Pille angefangen habe zu nehmen, wieder eine Hormonumstellung, hat mein Körper wohl beschlossen, das ers nicht mehr packt- die ND brach wieder aus.
    Nun gehts darum die Leber wieder fit zu machen und ich helfe meinem Körper indem ich die Stresser Milch un Zucker weiter weglasse.
    Übrigens hab ich das erste Jahr bis jetzt noch keinen Heuschnupfen-mag das vielleicht zusammenhängen?
    Ich hoffe ich hab das jetzt richtig erklärt und das scheint so eine einfache und logische Lösung aller Probleme! Wie gesagt, bei mir wird es DEUTLICH besser!!
    Was sagt ihr dazu?

  2. #2
    Gelegenheitsposter Avatar von nobbi
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    Hallo Lena,
    ich habe vor kurzem das Buch "Das Gedächtnis des Körpers" von Joachim Bauer gelesen, in dem er sich auf die Psychosomatik und die daraus resultierenden Stoffwechselveränderungen bezieht.

    Da bei mir, neben der Neuro auch noch andere Erkrenkungen vorliegen und auch meine eigene Geschichte in das Schema passen, bin ich dazu übergegangen den Stoffwechsel als "Grund allen Übels" zu sehen, nur dass, laut dem Buch, Genveränderungen vorliegen, die eine Überproduktion von Stresshormonen zur Folge haben.

    Nun bin ich dabei diese Genveränderung, von der im Buch die rede ist, wieder rückgängig zu machen, was bei mir durch Aufarbeitung der Kindheit und Therapie möglich ist. Eine Therapie steht mir noch bevor, doch habe ich durch das eigene Aufarbeiten schon kleine Erfolge erzielen können, wie z.B. dass ich mitlerweile ohne Asthmamedikamente leben kann, was vor 2 Jahren noch undenkbar war.

    Was die Neuro betrifft, bin auch ich, auf homeopatische Mittel umgestiegen, die erstaunlich gut bei mir wirken, so dass ich der Meinung bin, mich auf dem richtigen Weg zu befinden.

    Auch bei mir entgiftet der Körper nur sehr schwach über die Leber und Lunge - ein Punkt der mich neugierig gemacht hat.
    Was würde also bei mir passieren, wenn ich auch Zucker, Cola, Schokolade und Milch weg lassen würde.

    Stress zeigt sich bei mir übrigens als sehr negativ, durch eine Verschlechterung der Neuro.

    Gruß,
    Nobbi
    Und eine Seele spannte weit ihre Flügel aus,
    flog durch die stillen Lande,
    als flöge sie nach Hause.

  3. #3
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    Hallo Ihr zwei,

    als bei mir die ND vor nem Jahr nach sehr langer Pause (20 Jahre) wieder ausbrach, hab ich mich sehr intensiv mit dem Thema Stoffwechsel beschäften begonnen. Ich bin über den Neurodermitikerverband darauf gekommen, denn auch die reden von einer Stoffwechselerkrankung. Eine große Rolle spielt dabei unser Darm, der ja viele der uns zugeführten Gifte ausscheiden muss. Und wenn er das nicht kann, und auch Niere und Leber nicht richtig funktionieren, versucht es der Körper über die Haut, mit den bekannten Folgen.
    Ich bin auch schon sehr lang überzeugt, dass unsere heutige Ernährung den Körper völlig überfordert. Immer mehr Produkte werden mit Zusatzstoffen, Konservierungsstoffen und mehr angereichert. Und das soll gut für uns sein???
    Ich habe auch wie du Lena, letztes Jahr den Zucker und die Milchprodukte komplett weggelassen. Als ich Beschwerdefrei war, habe ich dann ab und zu mal wass Süsses gegessen. Milchprodukte gibts es nur in Quarkform bei mir, da es leider noch kein Sojaquark gibt.
    @ Nobbi.
    Auch wenns schwer fällt, lass das Zeug einfach mal mehrere Wochen komplett sein. Du wirst sehen, das tut dir gut. Ich hab nach der Ernährungsumstellung (also wieder viel Gemüse und Salat, statt Pommes und Pizza ) 7 Kilo abgenommen. Und auch der Verdauung tut es sehr gut, wenn du ne weile darauf verzichtest. Einfach ausprobieren.
    Und was ganz wichtig ist, viel trinken. Mindestens 2 Liter am Tag. Bei mir steht immer 1,5 Liter Kräutertee auf dem Tisch, dazu trinke ich 1 Flasche Brottrunk am Tag (ist auch gut für Haut und Darm) und natürlich Wasser.
    Bloss nicht übermassig Obstsäfte und Kaffee.

    Der Aspekt mit der Phyche spielt glaube ich eine weit aus größere Rolle als wir ND´ler oftmal zugeben wollen. Auch ich hab gemerkt, dass bei mir da noch Aufarbeitungsbedaft besteht. Deshalb möchte ich auf jeden Fall auch eine Therapie machen.

    grüsse Tati
    Positiv Denken, willst du fliegen, lass hinter dir, was dich nach unten zieht.

  4. #4
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    Einen angenehmen Wochenstart !

    vor allem fand ich den Beitrag von Lena für mich sehr interessant. Hatte als Kind auch neuro(verschwand aber im alter von ca. 7 jahren) - der Arzt sagte damals auch die haut stellt sich wohl alle 7 jahre um(?!). Vor ca. 2 1/2 jahren fing es dann wieder bei mir an.

    Mittlerweile habe ich nun auch herausgefunden/erlesen das diese krankheit keine hautkrankheit ist sondern eben oder wahrscheinlich eine stoffwechselkrankheit. Alsdo wäre es da nicht besser man geht zum ernährungsberate anstelle zum hautarzt ? Habt Ihr eigentlich einmal test's auf irgendwelche lebensmittelunverträglichkeiten gemacht oder einfach von euch die milchprodukte/zucker weggelassen ?

    Vielen dank schon einmal für eure antworten

  5. #5
    Administrator Admin Avatar von Helene
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    Hab mich mal auf Nahrungsmittel testen lassen und dann auf Anraten des Arztes 3 Monate auf Milchprodukte komplett verzichtet. Tja, hat leider nix gebracht! Einfach auf gut Dünken irgendwas wegzulassen halt ich übrigens für nicht sinnvoll. Grade so Grundnahrungsmittel sind extrem schwer wegzulassen, und der Stress, der dadurch entsteht, ist vielleicht größer, als das Ergebnis der Nahrungsmittelumstellung, zumal ja auch nicht bewiesen ist, dass irgendwelche Nahrungsmittel schlecht für die Haut sind.

  6. #6
    Grünschnabel
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    Ich glaube, dass die "schulmedizinischen" Nahrungsmittelallergietest nicht sehr aussagekräftig sind. Zumindestens hat das sogar meine Hautärztin zugegeben. Da kommen häufig ganz viele Allergien raus, und beim nächsten Test wieder andere... Das stresst dann erstrecht und man wird verzweifelt, was man denn überhaupt noch essen kann. Zucker ist aber ein allgemeines Übel, das heute überall zugesetzt wird und dabei ziemlich überflüssig ist.
    Gerade bei eher empflindlicheren Körpern/Stoffwechseln/Därmen... ist er eine große Belastung. Wie man andere Dinge testet und worauf man vertraut muss man wohl selbst herausfinden. Bei mir ist es halt im Moment die Mesologie, andere vertrauen der Kinesiologie oder was es sonst noch so gibt.

    Ich kann zum Thema Stoffwechsel das Buch von Sigrun Flade "Neurodermitis natürlich heilen" sehr empfehlen. Sie macht eher Mut als Angst, auch wenn die vielen Ideen und Tipps am Anfang eher überfordern.
    Wie schon gesagt, für mich ist das irgendwie stimmig. Zum Beispiel auch, dass ich jede Nacht zwischen 1 und 3 Uhr wach werde. Das ist die Leberaktivzeit und da meine halt gestresst ist, wache ich auf und bin unruhig- naja und fang dann an zu kratzen :(

    Das mit dem 7-Jahre-Rhythmus passt bei mir auch, meine ND kam mit 21 zurück... Interessante Theorie...

  7. #7
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    Danke dir Lena für die schnelle Antwort + Buchempfehlung !

    Allerdings macht es ein wenig angst das es keine klare antwort auf die erkrankung "Neurodermitis" gibt. Das halt vieles nur mit ausprobieren geht und ich mich nicht oder nur wenig auf die aussage von ärtzen verlassen kann.

    PS.: ... wenn es mit den 7 jahren stimmt - müsste ich auch nur noch 4 1/2 durchhalten, aber wie gesagt auch das war ne aussage von einem arzt !

  8. #8
    Stammgast
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    Hallöchen,

    auch mein Arzt hat vor lauter Verzweiflung mir empfohlen, auf Weizen und Milchprodukte zu verzichten, er meinte da hätte ich wohl bestimmt eine Allergie. Naja, hab es natürlich versucht, nach 14 Tagen auch keine Besserung. So einfach glaube ich funktioniert das auch nicht. Der Stoffwechsel ist viel zu komplex, als dass man da nur ein Produkt weglassen kann und schon wirds besser.
    Letztes Jahr hat das mit meiner Ernährungsumstellung (also kein Zucker, kein Fleisch, kein Kaffee, nur noch Gemüse, Salat, Kräutertee, etc.) super geklappt. Nach 8 Wochen durchhalten, wurde es wirklich besser. Leider hab ich dieses Jahr nicht diesen Erfolg gehabt. Vielleicht lag es doch an was anderes????
    @ Lena
    Das Buch klinkt interessant. Werd ich mir holen.

    @ PorQue
    Da hast du leider recht, es gibt selbst nach Jahrzehnten keine klare Antwort auf die Neurodermitis. Als ich 1970 die ND bekam, war nur ausprobieren angesagt, kein Arzt wusste irgendwas davon. Glücklicherweise sind wir heute schon etwas weiter, aber ausprobieren ist immer noch angesagt.

    Das mit den 7 Jahren hab ich auch schon gehört, funktionierte aber bei mir nicht. Bei mir zog sich die ND vor der Pupertät zurück und brach mit 38 Jahre wieder aus. Aber vielleicht geht sie ja mit 42 wieder weg

    Tati
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  9. #9
    Grünschnabel
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    Hallo Tati,

    mit "nur weglassen" denke ich ist uns auch nicht geholfen. Ich nehm zusätzlich noch Homöopathika, die z.B. den Darm sanieren sollen. Ich glaube man kann dem Körper nur die Arbeit etwas leichter machen und ihm Nahrungsmittel, die er nicht so gut verträgt, ersparen.
    Bei mir ist es auch nicht so, dass die ND weg ist, aber der "Dauerschub" hat aufgehört, ich lebe wieder. Das kann natürlich auch nur an den Medikamenten liegen...
    Ich glaube aber auch, dass die Heilung des Körpers dauert. Was-in meinem Fall- 23 Jahre schief ging, kann sich nicht in 4 Monaten wieder richten. Ich versuche Geduld zu haben.

    Ich denke die ND ist eine total komplexe Krankheit und kann sicher auch mehr Ursachen haben. Aber die Haut scheint etwas auszuscheiden, dass bei uns Entzündungen und Jucken hervorruft. Warum übernimmt nicht der Darm und die Lunge diesen Job der "Entgiftung", wie es eigentlich sein soll?? Mal so als Frage in den Raum...

  10. #10
    Neuling
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    ganz einfach... :)
    es ist wie wenn du richtig satt bist...dann würdest du sicher nicht noch mehr essen sondern andere das essen lassen.. :D

    VG Uli

  11. #11
    Gelegenheitsposter
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    Muss mich auch nochmals melden !

    Stehe "leider" erst am anfang meiner neurogeschichte, bin zur zeit am ausprobieren und testen. Hatte gestern auch die erste ärtztin die bei neuro von stoffwechselkrankheit gesprochen hat und nicht gleich mit cortison kam !

    Wie ist es bei euch - breiten sich die betroffenen stellen immer mehr aus oder bleiben sie weitesgehend an den gleichen stellen ?

    Desweiteren galube ich trotzdem das die ganze sache auch irgendwie psychicher ursache ist(auch wenn vlt. nur zu geringeren anteilen)

    bis denne

  12. #12
    Gelegenheitsposter Avatar von nobbi
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    Hallo Por Que,
    bei mir ist die Neuro meist recht Zentral und eigendlich nur dort.
    Erst wenn mal wieder mehr zusammenkommt fangen auch andere Stellen wieder an mit aufzublühen.
    Auch ist der Zeitraum zwischen heil und komplett entzündet nur eine Sache von Stunden.
    Ich hatte gerade am Wochenende leichte Depris, in Verbindung mit Angstschüben, die sich bis gestern Abend gehalten haben und jetzt ist der, sonst nur schuppende Bereich, komplett entzündet.

    Meiner Meinung nach ist die Neuro nur eines der Dinge, die passieren können, wenn der Stoffwechsel nicht richtig läuft.
    Da die Psyche nachweislich den Stoffwechsel verändert, ist eben auch die Psyche, als eines der Ursachen, zu nennen, ebenso wie die ungesunde Ernährung.

    Ich habe mir zumindest Cola und Schokolade für's Erste verboten und bin statt dessen auf Wellnesselter und Vollkornbrot umgestiegen.

    Was die Fehlbarkeit der Ärzte betrifft, sind das, in meinen Augen, doch auch nur Menschen, die ihr Wissen aus irgendwelchen Büchern haben.
    Auch wenn ich nicht studiert habe, kann ich mir doch auch dieses Wissen aneignen, nur dass ich mich da voll auf die neuro konzentrieren kann, wohingehend der Arzt sich um eine Vielzahl von Krankheiten informieren muß. Tja - und bei einigen Ärzten ist das Intresse nicht über Cortison hinausgegangen.

    Im Grunde bin ich froh, dass die Ärzte nur bedingt helfen können.
    Alleine das Suchen der richtigen Pflege, mit der ich mir versuche gut zu tun, hat mich im Grunde erst dazu gebracht mir über mich mehr Gedanken zu machen und in meinen Augen haben die Ärzte einen Teil des "Heiligenscheins" verloren, mit dehnen sich so manche "Götter in Weiß" gerne schmücken würden.

    Was würde denn passieren, wenn es ein Mittel gegen Neuro geben würde? Ich würde es schlucken, geheilt werden und einen großen Teil meiner Selbstverantwortung auf die Ärzte übertragen. Und was würde ich daraus lernen? Dass man immer machen soll, was einem gesagt wird, ohne nachzudenken und Fragen zu stellen.

    Also da ist es mir doch lieber, dass ich mich selber auch kümmere, mich informiere, um, zu gegebenen Anlass, entscheiden zu können ob ich mal wieder verarscht werde oder nicht.

    Mir hat man auf der letzten Kur gesagt, dass ich mein Leben lang das Cortisoninhalat benutzen müsste.
    Und jetzt? Ich komme gut ohne aus! Und das schon eine ganze Zeit, trotz Pollenbelastung.
    Die auf der Kur wollten nur das Medikament an den Mann bringen, dass von dem Pharmakonzern verkauf wird, dass die mit Geld versorgt.
    Tja - blöd für die, wenn sie da einen Patienten haben der mal nachdenkt und nicht immer nur alles schluckt, was sie ihm da vorwerfen.

    Liebe Grüße,
    Nobbi
    Und eine Seele spannte weit ihre Flügel aus,
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    als flöge sie nach Hause.

  13. #13
    Administrator Admin Avatar von Helene
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    Nobbi, da muss ich jetzt das etwas verschwöreriche Bild, das du von Ärzten hast, geraderücken. Natürlich verschreiben Ärzte zuallererst Cortison, ganz einfach, weil nichts so gut hilft! Sie wollen uns damit nicht ausbeuten oder sonst was, sie wollen uns helfen. Ich finde, alles was man den Schulmedizinern ankreiden kann, ist, dass sie die Sache viel zu kurzfristig angehen. Dass sie uns nix anderes verschreiben (Protopic/Elidel mal ausgenommen) liegt einfach daran, dass es zu keiner alternativen Behandlung eine ausführliche klinische Studie gibt, die beweist, dass die Methode hilft. Dieses Wissen haben sie nicht nur aus Büchern, sondern selbst an Patienten erlebt. Und ich habs ja selber schon erfahren: alternative Methoden helfen manchen, mir bisher nicht! Auch helfen sie den wenigsten so, dass ihre Neurodermitis danach ganz weg ist, und die, denen es hilft, müssen sich oft sehr stark einschränken (korrigiert mich bitte wenn ich da pauschalisiere).

    Jede Wirkung hat Nebenwirkungen, und die Nebenwirkung einer strengen Diät ist gesellschaftlicher Ausschluss (man kann ja nicht mehr mit Freunden essen gehen), Verzicht auf Dinge, die man gerne isst usw. Also im Ernst, da nehm ich lieber das Jucken und Brennen in Kauf, dass ich mit der Protopic hab!

    Natürlich geb ich dir recht, dass Eigenverantwortung immer besser ist als Fremdbestimmung. Ich finde es ja auch richtig, möglichst ohne Medikamente auszukommen, und Alternativen auszuprobieren. Aber wenn es ein Medikament mit Nebenwirkungen, die ich in Kauf nehme, gäbe und ich dann gesund wär, ich würds schlucken!

  14. #14
    Gelegenheitsposter Avatar von nobbi
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    Hallo Helene,
    ich wollte nicht alle Ärzte über einen Kamm scheren. Ich habe selber in meinem Hausarzt einen gefunden, der einem lieber eine Überweisung ausschreibt, um gewisse Dinge vom Spezialisten abklären zu lassen, als dass er schnell mal irgend was verschreibt, nur damit der Patient ruhig ist.
    Auch habe ich eine Dermatologin, die versucht meine Neuro nicht nur als Sache der Haut zu sehen, sondern es versteht, dass es schubt, wenn ich am Aufarbeiten bin.

    Ich habe aber auch die andere Seite der Medaille kennen gelernt, eben die Ärzte, die einfach Cortison verschreiben, jedoch nicht über die Nebenwirkungen aufklären.

    Gerade durch solche Ärzte bin ich dazu gekommen mich mehr zu informieren, was ich als sehr positiv ansehe.
    Ohne die Fehler der Ärzte hätte ich nie den Ansporn gehabt mich mal schlau zu machen. Und seit dem ich ein wenig mehr weiß hinterfrage ich auch mehr und lasse mir nicht irgendwas verschreiben, einfach weil der Doc es mir verschrieben hat.

    Natürlich ist es recht mühsam sich immer wieder aufs Neue aufzuraffen und sich bewusst werden zu lassen, was man zu sich nehmen darf und was nicht, doch habe ich auch da angefangen von meinem Bekanntenkreis es zu erwarten, dass ich in vielen Dingen mein Ding durchziehe und basta! Da hat sich dann auch gezeigt, dass ich einen recht intolleranten Bekanntenkreis hatte, so dass ich mir neue Bekannte gesucht habe, die mehr meinem Denken entsprechen und mit dehnen ich, so wie ich bin, auch was zusammen unternehmen kann.

    Was Medis mit Nebenwirkungen betrifft, greife ich erst dann zu solchen, wenn es nicht mehr anders geht - wenn also meine Lebensqualität zu sehr abgenommen hat.
    Ab wann man jedoch meint, dass das der Fall ist, liegt in der Betrachtungsweise jedes Einzelnen.

    Ich tendiere eben dazu immer wieder nach Alternativen und auch nach möglichen Ursachen zu suchen, um meine Beschwerden soweit los zu werden, wie es eben möglich ist.
    Auch wenn ich dadurch die Neuro nie los werden werde, so habe ich mich zumindest bemüht und mir durch die Bemühung ein Wissen angeeignet, dass ich die Zusammenhänge verstehe.

    Ich versuche eben auch einer negativen Sache, wie der Neuro, positive Aspekte abzugewinnen.

    Liebe Grüße,
    Nobbi
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  15. #15
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    Guten Morgen in die Diskussionsrunde !

    Möchte mich eigentlich nicht weiter über Ärtze auslassen, allerdings erwarte ich von einem Hautarzt das er sich etwas mehr mit neuro auseinandersetzt als die dosis für cortison zu erhöhen.

    Helene dir gebe ich recht, wenn ich durch die neuro auf alles verzichten müsste würde auch ein stück lebensquali verloren gehen.
    Allerdings schränke ich mich gern auch etwas mehr ein um den "mist"(schuldigt bitte) loszuwerden. So und damit sind wir wieder bei nobbi angelangt, das wir auf unsere ernährung mehr achten sollten !
    Vlt. sollten wir einige lebensmittel nicht mehr als selbstverständlichkeit betrachten sondern wieder als etwas besonderes( z.B. Fleisch zum mittag).

    Für mich muss ich sagen, ich habe z.B. gewisse sachen nie gegessen chips etc. , cola alle paar wochen einmal (in nem mixgetränk), schokolade eher selten, kuchen schon öfter und kaffee max 2 täss'chen am tag(ohne zucker) und mich hats trotzdem erwischt.
    Lasse seid einer woche jetzt konsequent alle süssen versuchungen + den kaffee weg und hoffe das es etwas hilft(habe auch einmal versuchsweise mit dem berühmten brottrunk angefangen). Bisher habe ich "nur" das gefühl das der juckreiz etwas weniger wurde - der rest scheint sich weiterhin zu verschlimmern/auszubreiten.

    In dem sinne wünsche ich euch morgen trotzdem einen schönen freien tag

    bis denne

  16. #16
    Gelegenheitsposter Avatar von nobbi
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    Guten Morgen allerseits,
    ich hoffe bei Euch scheint die Sonne auch so schön wie bei mir!

    Meine Freundin hat mich auf einen Punkt hingewiesen, der sehr intressant und auch stoffwechselrelevant ist.
    Mag sein, dass es jetzt wieder eine meiner vielen obskuren Theorien ist, doch ist sie zumindest logisch.

    Sucht!

    Jeder von uns kennt Sucht und/oder hatte auch schon selber damit zu tun.

    Was ist Sucht?

    Wann entsteht Sucht?

    Sucht entsteht dann, wenn man dem Körper einen körperunbekannten Stoff zuführt oder wenn man dem Körper einen Stoff zuführt, den er selber nicht, in einer höheren Menge, bilden kann. Oder in dem man den Körper dazu bringt einen körpereigenen Stoff in einem Übermaß zu produzieren.

    Wie schnell man süchtig wird hängt davon ab wie die eigene körperliche Konstitution ist und was es für ein Suchtstoff ist.

    Was ist Sucht?

    Such ist das Gewöhnen des Körpers an einen Stoff, nach dem er, beim Weglassen, fordert.

    Die Meisten werden jetzt an Nikotin oder Alkohol denken, also Stoffe die man sich selber, mit vollem Bewustsein zuführt, aber es gibt auch medikamentöse Süchte, wie z.B. die AD's die ich nehme (Trevilor), die eine Art Stromstöße verursachen, wenn ich sie 2 Tage nicht eingenommen habe. Die Entzugserscheinungen bei Medikamenten nennt man dann "Absetzerscheinungen" - aber auch nur weil es netter klingt.
    Und dann gibt es auch noch Suchte körpereigener Stoffe wie Adrenalin. Ich nehme mal an, dass jeder schon mal was von Adrenalinjukys gehört hat, die sich durch Aktivitäten einen Adrenalinschub verpassen, wobei neben Adrenalin dann auch noch andere Stoffe ausgeschüttet werden, die in ihrer Gesamtheit erst den Kick geben.

    Ich beziehe mich, bei der Neuro, auf das Adrenalin.
    Was passiert, wenn es bei uns juckt?
    Also ich kratze!
    Ich kratze teilweise sogar im Schlaf, wenn ich mich nicht entsprechend gepflegt habe.
    Durch das Kratzen wird ein Schmerz ausgelöst und hat den Sinn den Juckreitz zu übertönen.
    Beim Schmerz wird dann automatisch vermehrt Adrenalin ausgeschüttet.

    Wenn ich jetzt morgens aufstehe und mein Stoffwechsel noch nicht richtig in Gang ist, habe ich regelmäßig diesen morgendlichen Juckreitz und wenn ich dann kratze, verpasse ich meinem Körper einen Schub Adrenalin. Der Juckreitz verschwindet, wenn mein Stoffwechsel in Gang gekommen ist und der Körper ausreichend Adrenalin zur Verfügung hat.

    Auch habe ich wärend einer Stressphase keinen Juckreitz, da der Körper dann selber sehr ausgibig Adrenalin ausschüttet. Erst in der Ruhephase danach, wenn das Adrenalin aufgebraucht ist, ist der Juckreitz wieder da, damit ich kratze und entsprechend Adrenalin produziere.

    Nur schade dass man Serotonin nicht künstlich herstellen kann.
    Dann könnte ich mir meine AD's wahrscheinlich sparen.

    Süchte gehören übrigens zu den Stoffwechselerkrankungen.

    Allen noch einen schönen Tag,
    Nobbi
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    als flöge sie nach Hause.

  17. #17
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    Hallo Nobbi,
    ich verfüge zwar -weil mich die Krankheit zum Glück nicht so sehr und auch nicht so lange gequält hat - nicht über soviel Erfahrung wie manch Anderer hier, aber deine Theorie halte ich schon für sehr abenteuerlich. Dass das Kratzen eine Art Sucht ist kann schon sein, dass die Leute es aber tun um nen Adrenalinschub zu erwirken, halte ich für arg weit hergeholt. Bei mir ist (bzw. war ) es so, dass ich grad in Stresssituationen besonders kratzen musste. Sowohl positiver wie auch negativer Stress verstärkte den Juckreiz und den Kratzzwang und sowie andere Fingernägel kauen, habe ich eben gekratzt. Dabei erwische ich mich auch jetzt noch, obwohl es eigentlich gar nicht mehr juckt. Manchmal kratze ich auch aus Langeweile. Aber ganz sicher nie um einen Adrenalinkick zu bekommen.
    lg
    Birke

  18. #18
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    Hallo Birke,
    ich hatte geschrieben:
    Mag sein, dass es jetzt wieder eine meiner vielen obskuren Theorien ist,
    das deckt sich doch mit dem was Du geschrieben hast:
    aber deine Theorie halte ich schon für sehr abenteuerlich.
    Natürlich ist es nicht so, dass man kratzt, um einen Adrenalinflash zu bekommen, sondern es verhält sich da mehr wie bei einem Spiegeltrinker, der nur dann funktioniert, wenn er eine gewisse Menge Alkohol im Blut hat.

    Wenn jetzt ein Körper sehr viel Adrenalin ausschüttet, hat er sich daran gewöhnt und braucht eine höhere Dosis an Adrenalin, um zu funktionieren, auch dann, wenn es grundsätzlich schädlich ist, über einen längeren Zeitraum zu viel Adrenalin im Körper zu haben.

    Da beim Aufstehen der Adrenalinspiegel noch nicht ausreicht, reagiert der Körper, über die Nerven, mit einem Juckreitz um durch das Kratzen einen Schmerz zu produzieren, der den Adrenalinausstoß vorantreibt und so den Adrenalinhaushalt in eine gewohnte Höhe bringt.

    In Stressphasen wird auch sehr viel Adrenalin ausgeschüttet, so dass kein Juckreitz von Nöten ist. Wenn ich aber abends ruhig zu Hause sitze, fährt die Adrenalinproduktion wieder runter und der Juckreitz kommt wieder.

    Bei mir juckt es ansonsten, wenn ich mich nicht ausreichend pflege, wenn ich zu viel schwitze oder wenn Schubzeit ist.

    Ich gebe Dir Recht, wenn Du sagst dass sich das Ganze abenteuerlich anhört, doch wer sagt, dass Sucht immer spürbar ist?
    Mit Sucht bezeichne ich in dem Post, dass ein Körper an eine Übermenge eines Stoffes gewöhnt wurde, wobei es nun keine Rolle spielt ob es bewusst oder unbewusst passiert. Wenn jedoch die Menge dieses Stoffes unter einen gewissen Level fällt, reagiert der Körper, um an diesen Stoff zu kommen.

    Bei mir ist (bzw. war ) es so, dass ich grad in Stresssituationen besonders kratzen musste.
    Dass wird daran gelegen haben, dass Deine, sonst eh schon trockne Haut in Stresszeiten garnicht mehr mit Fett versorgt wurde. So ist bei Dir anzunehmen, dass dein Körper diese Adrenalinsucht noch nicht entwickelt hat.
    Ab wann ein Körper süchtig wird ist bei jedem Körper unterschiedlich.
    Somit muß es bei Dir nicht zutreffen.

    Meine abenteuerliche Theorie erklärt mir zumindest wieso es bei mir zu bestimmten Zeiten juckt und warum zu anderen Zeiten wiederum nicht.

    Liebe Grüße,
    Nobbi
    Und eine Seele spannte weit ihre Flügel aus,
    flog durch die stillen Lande,
    als flöge sie nach Hause.

  19. #19
    Administrator Admin Avatar von Helene
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    Zitat Zitat von nobbi
    Da beim Aufstehen der Adrenalinspiegel noch nicht ausreicht, reagiert der Körper, über die Nerven, mit einem Juckreitz um durch das Kratzen einen Schmerz zu produzieren, der den Adrenalinausstoß vorantreibt und so den Adrenalinhaushalt in eine gewohnte Höhe bringt.

    In Stressphasen wird auch sehr viel Adrenalin ausgeschüttet, so dass kein Juckreitz von Nöten ist. Wenn ich aber abends ruhig zu Hause sitze, fährt die Adrenalinproduktion wieder runter und der Juckreitz kommt wieder.
    Mich juckts eigentlich nie beim Aufstehen....
    Aber dass ich abends daheim mehr kratz als untertags wenn ich unter Leuten bin hab ich auch beobachtet. Das liegt meiner Meinung aber daran, dass man sich einfach mehr zusammenreißt, wenn andere dabei sind. Wenn ich dann heimgekommen bin und allein war, hab ich mich manchmal richtig aufs Kratzen gefreut, ich kratz mich zB auch genüsslich, wenn ich mich abends ausziehe, einfach, weil ich dann wieder überall hinkomme. Die Erklärung scheint mir irgendwie logischer als der Umweg übers Adrenalin.

  20. #20
    Grünschnabel
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    Hallo Helene, hallo Nobbi,

    also ich schließe mich mehr Helenes Meinung an! Beim Aufstehen juckts mich auch viel weniger als abends und dass man sich mehr gehenlässt sobald man alleine ist... davon kann ich ein Lied singen. Auf´s Klo gehen ist ja sooo schön, weil man da kurz mal so richtig kratzen kann.... Hat aber m. E. alles nichts mit Adrenalin zu tun.

    In meinem Post habe ich vom Juckreiz in Stresssituationen geschrieben und Nobbi hat gemeint, dass das daher käme weil die Haut dann mit mehr Fett versorgt würde... Ich meinte aber ganz kurzzeitigen Stress wie zB. ein unangenehmes Telefonat oder ein ernstes Gespräch mit dem Chef oder das Genöle der Kinder oder sowas in der Richtung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ne viertel Stunde "Stress" die Hautbeschaffenheit beeinflussen kann, die Psyche dagegen schon.
    Lg Birke

    PS könnte mir vllt. jemand erklären, wie man die Teile des Posts die man kommentieren möchte in so ein hellgraues Kästchen bringt...? DANKE

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