Hallo kala,
finde ich richtig toll, dass du soviel über dich und deinen Krankheitsverlauf schreibst. Dafür nehme ich mir jetzt auch mal ein wenig Zeit für dich.
Da sieht man doch echt mal wieder wieviele Leute diese Krankheit zur Verzweiflung bringt und dass man häufig sehr viel probiert, bis man für sich persönlich Linderung und Hilfe erfährt.
"Da fühle ich mich oft minderwertig und unverstanden, denn keiner kann ja da nachvollziehen, wie man sich in einer Haut fühlt, aus der man am liebsten fahren möchte."
Vorallem bei diesem Abschnitt habe ich gedacht: Das können wohl fast alle Leute hier im Forum nachvollziehen.
Bei mir war die Neurodermitis - als ich dieses Forum Ende letzten Jahres eröffnet habe - auch sehr schlimm. Ich habe mich vorallem nachts immer blutig gekratzt und das Ganze wäre fast in Richtung Depressionen abgedriftet. Ich meine, das ist doch der Horror, es ist den ganzen Tag dunkel, dann dieser Juckreiz, Schlafmangel, nichts hilftwaaaargh! :)
Gottseidank geht es mir nun besser.
Ich habe zuerst vom Hautarzt ebenfalls Kortison bekommen. Allerdings habe ich das nie regelmäßig aufgetragen. Zudem habe ich meine Haut nie wirklich viel eingecremt, obwohl ich sehr trockene Haut habe.
Es war ein 3 monatiger Weg, aber so habe ich es hinbekommen, dass es meiner Haut besser geht (fast keine ND derzeit):
- 2 Wochen regelmäßig Kortison auf die schlimmen Stellen
- andere Stellen mit Pflegecremes (Urea/Harnstoff/Linolsäure) morgens und abends eingecremt
- 3 Wochen Elidel als Kortisonersatz, jeden morgen und abend auf die schlimmen Stellen, am Ende der 3 Wochen nur noch jeden Tag, jeden 2 Tag (diese Taktik nennt sich "ausschleichen" der Cremes)
- nach dieser Zeit weiterhin morgens und abends (und das mache ich bis heute so) mit Pflegecremes die betroffenen Stellen eincremen
zudem habe ich das Glück in einer neuen Firma zu sein, wo ich mich wohl fühle, eine süße Freundin zu haben, die mich unterstützt hat und versucht mehr auf meine Gesundheit/Ernährung zu achten (aber nicht krampfhaft).
Ich habe immer ein sehr großes Problem mit Zucker, aber im Moment kann ich auch wieder mal ein Stück Kuchen oder so essen.
Ein Freund von mir leidet auch unter Neurodermitis, hält sich aber immer sehr zurück wenn es ums Naschen und Süßigkeiten geht. Deshalb hat er auch weniger Schübe als ich vermute ich. Er ist da sehr diszipliniert.
Naja, vllt. hilft dir ja meine Geschichte. Auf jeden Fall schön, dass du unser kleines Forum bereicherst.
Schönen Tag noch, Max


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