Die richtigen Hautpflegemittel bei Neurodermitis

Hautpflegemittel Neurodermitis

Jeden Tag verändert sich der Zustand der Haut und sind Ekzeme vorhanden, so ist ein ständiger Wechsel der Bedürfnisse der Haut gegeben. Die Neurodermitis wird in drei Stadien unterschieden, das ist das akute, subakute und das chronische Stadium. Die Pflege ist abhängig von dem jeweiligen Hautzustand.

Beim akuten Stadium kann eine Paste aus fetten und festen Substanzen sehr wirksam sein, obwohl dabei die Haut ausgetrocknet wird. Allerdings wird durch den enthaltenen Fettanateil in der Masse die Wasserabgabe der Haut stabilisiert. Nach durchgeführten Studien wurde festgestellt, dass sich die Haut an ein Produkt gewöhnt, wenn es länger benutzt wird.

Aus diesem Grund sollten verschiedene Präparate, die ähnliche Eigenschaften besitzen, im Wechsel angewendet werden. So kann zum Beispiel zuerst eine Eucerin-Creme® verwendet und später auf eine Harnstoffcreme gewechselt werden. Allerdings dürfen auf die einzelnen Inhaltsstoffe keine Allergien bestehen, wie beispielsweise Konservierungs- oder Farbstoffe. Dafür sollte man sich die einzelnen Inhaltsstoffe auf der Packung ansehen, die aufgeführt sein müssen.

Die wichtigsten PräparateHautpflege

Für die tägliche Pflege werden mindestens vier verschiedene Präparate zur Behandlung von Neurodermitis benötigt, die je nach Hautzustand eingesetzt werden. Eine Milch, Lotio, Emulsion oder Creme sollte für die tägliche Pflege der erkrankten Haut verwendet werden. Dabei sollte dieses Produkt eine wenig fettende Grundlage besitzen.

Salben mit einer festen Grundlage können bei sehr trockener und rissiger Haut genommen werden. Ebenfalls eignen sie sich bei nässender Haut für feuchte Umschläge.

Sind aufgekratzte Stellen, gelbliche Krusten oder andere Anzeichen einer Infektion vorhanden, dann sollte eine spezielle infektionshemmende Creme bzw. Salbe verwendet werden, die Antiseptika, Antibiotika oder Antimykotika enthält, wie zum Beispiel Fucidine®.

Die Cortisonsalbe sollte nur in den äußersten Notfällen verwendet werden, wie bei akuten Entzündungen der Haut. In geringen Mengen sollte diese Salbe dosiert und auch schnell wieder abgesetzt werden.

Den Fettanteil einer Salbe kann man mit dem Löschblatttest selbst feststellen. Dafür wird etwas Salbe auf ein Löschblatt aufgetragen und der sich darauf bildende Hof zeigt den Fettanteil an. Bei einem hohen Wasseranteil ist ein großer Hof zu sehen und somit ein kleiner Fettanteil. Breitet sich nur ein kleiner Hof aus, so ist in der Salbe ein hoher Fettanteil enthalten.

Die richtige Behandlung

Es sollte darauf geachtet werden, dass nicht jede Körperregion gleich behandelt werden kann. Die Haut um die Augen und unter den Achseln ist empfindlicher, als die Haut auf dem Rücken.

Hat sich neue Haut gebildet, so sollte die Salbe oder Creme nur ganz dünn aufgetragen werden. Für die gesunde Haut sollten die normalen Pflegemittel genommen werden.

Pflegemittel für die äußere Anwendung

Eine Creme ist eine Emulsion aus Fett und Wasser, sie kann beispielsweise aus Kuhmilch bestehen, wo mehr Wasser als Fett enthalten ist. Eine Salbe ist ebenso eine Emulsion aus Fett und Wasser, doch kann hier Butter enthalten sein, die mehr Fett als Wasser enthält.

Die Paste ist ein Zwei-Phasen-System mit einem festen und flüssigen Anteil und wirkt austrocknend und zugleich fettend. Eine Schüttelmixtur oder Lotio ist auch ein Zwei-Phasen-System mit einem festen und flüssigen Anteil und lindernd gegen Juckreiz und trocknet die Haut aus. Die Milch dagegen ist eine äußerst wässrige Mischung von einer Creme, wobei Fett in Wasser gelöst wird. Die Farbstoffe sind wässrige Mixturen mit Anilinfarbstoffen, die eine kühlende Wirkung besitzen und somit das Ekzem lindern können.

Beim Puder handelt es sich um feste Stoffe, die die Hautoberfläche vergrößern und kühlend wirken. Allerdings wird dabei die Haut ausgetrocknet.

Die flüssigen Stoffe, wie Glyzerin, das aus Propylen hergestellt wird, und Wasser bringen bei Umschlägen angenehme Kühle und wirken bei Bädern juckreizlindernd. In der Regel werden sie mit anderen Stoffen kombiniert angeboten, wie mit Lotio oder Schüttelmixturen.

Fette

Das reine Fett wird als Grundsubstanz für Cremes und Salben verwendet, da sie sehr gut fetten, aber kaum Wasser enthalten ist. Beispielsweise werden dafür pflanzliche Fette wie Olivenöl, Rizinusöl und Erdnussöl verwendet.

Bei den tierischen Fetten wird Wollwachs, dabei wird aus der Schafwolle ein gereinigter salbenähnlicher Stoff, der gut Wasser aufnehmen kann, verwendet. Ebenfalls werden gebleichtes Bienenwachs, Walrat, das ist ein fettartiger Stoff, der aus dem Kopf von Pottwalen gewonnen wird und Schweineschmalz, aus dem Darmnetz des Schweines, verwendet.

Zu den mineralischen Fetten zählt das weiße Vaselin. Die künstlich hergestellten Fette, wie Propylen­glykol, das eine Verbindung aus Wasser und Äthanol ist, oder die höheren Fettalkohole, wie Cetylalkohol, welches eine chemische Verbindung aus Kokosöl ist, sind ebenfalls Pflegprodukte.

Foto: © pauline / Pixelio

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