Phytotherapie – eine der ältesten Medizinlehren

Phytotherapie

Phytotherapie ist vielen Menschen auch als Pflanzenheilkunde bekannt. Diese Therapie wurde in Indien und China bereits vor über 3.000 Jahren angewendet. Mit Hilfe von Heilpflanzen wurden schon damals Krankheiten behandelt. Bis zum 20. Jahrhundert waren die Pflanzen die wichtigsten Heilmittel in allen Hochkulturen. Um 350 v. Chr. beschrieb der Grieche Diokles von Karytos als erster die Zubereitung und Anwendung der Pflanzen aus dem östlichen Mittelmeerraum.

Aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammen die ersten Kräuterbücher mit Aufzeichnungen von Heilpflanzen. In dieser Zeit wurden die Pflanzen auf ihre Wirksamkeit bei Krankheiten beobachtet und es entwickelte sich eine Wissenschaft daraus.

Allgemeines über die Phytotherapie

Mit Hilfe der Pflanzenwirkstoffe werden Erkrankungen behandelt, dabei werden die Pflanzen als frische Pflanzen, Extrakte oder Drogen verwendet. Diese können genauso zu Kapseln, Tees, Tropfen oder Salben weiter verarbeitet werden. Große Unterschiede sind in Bezug der Wirksamkeit bei den Präparaten und bei den einzelnen Pflanzen zu verzeichnen. Die pflanzlichen Präparate haben generell ein breites Wirkungsgebiet und es treten weniger Nebenwirkungen auf, als es bei den synthetischen Medikamenten der Fall ist.

Über Jahrtausende haben sich Sonderformen der Phytotherapie entwickelt, diese sind in der Ayurvedischen Medizin in Indien und in der Traditionellen Chinesischen Medizin, kurz TCM, ein wichtiger Bestandteil.

Die Unterteilung der PflanzenHeilpflanzen

Die Heilpflanzen werden in der Pharmakologie nach ihrer Wirksamkeit in drei verschiedene Arten unterteilt. Hierbei sind die milden Pflanzen, die Mite, die starken Pflanzen, die Forte, und alle weiteren Pflanzen, die dazwischen liegen und keine besondere Kennzeichnung besitzen, zu nennen.

Bei der Zusammensetzung der Präparate wird in Monosubstanzen und Kombinationsstoffe unterschieden. Die Monosubstanzen enthalten nur ein Pflanzenextrakt, wohingegen bei den Kombinationsstoffen mehrere Pflanzenextrakte von verschiedenen Heilpflanzen verwendet werden. Von Medizinern werden einige Phytopharmaka äußerst kritisch diskutiert.

Wie die Homöopathie ist auch die Pflanzenheilkunde eine spezielle Richtung der Therapie. Dabei werden bereits vorhandene bekannte Sammlungen und naturwissenschaftliche Bewertungen herangezogen.

Verschiedene Arten der Phytotherapien

Bei dieser Therapie wird in die rationale oder die allopathische Phytotherapie, die von der naturwissenschaftlichen Medizin ausgeht, und die traditionelle Phytotherapie unterschieden. Die traditionelle Therapie hat sich aus der Volksheilkunde heraus entwickelt.

Auf überlieferte Erfahrungswerte stützt sich die traditionelle Phytotherapie, wobei die rationale Phytotherapie symptomatisch und kausal der Erkrankung entgegenwirkt. Je höher die Dosis in der Phytotherapie angewendet wird, umso stärker tritt die Wirkung ein, bei der Homöopathie ist es genau umgekehrt.

Foto: © Klaus-Uwe Gerhardt / Pixelio

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