Richtige Pflege der Kinderhaut

Plege von Kinderhaut

Jeder Mensch ist individuell und so auch die Haut, es kann keine allgemeine Aussage über die richtige Pflege von Kinderhaut getroffen werden. Bei einer Neurodermitis ist die Haut besonders empfindlich und bedarf einer speziellen Pflege. Hierbei sollten die Eltern darauf achten, dass die Haut des Kindes elastisch bleibt und der äußere Schutzmantel gestärkt wird. Bei akuten Entzündungen muss die Haut regelmäßig gepflegt werden, auch sollten die Eltern die entzündeten Stellen sehr vorsichtig behandeln. Oftmals wurde schon beobachtet, dass Hautstellen versorgt wurden, bei denen es gar nicht nötig war oder die Creme bzw. Salbe wurde viel zu dick aufgetragen. Bei zu viel aufgetragener Creme oder Salbe wird die Haut überfettet, dabei können beispielsweise Bakterien oder andere Keime in ihrem Wachstum gefördert werden und es können neue Entzündungen entstehen. Besonders schädlich ist es, wenn cortisonhaltige Produkte in rauen Mengen verwendet werden, dadurch wird dem Körper zu viel Cortison zugeführt. Ein guter Anhaltspunkt für die Verwendung ist auf dem Beipackzettel nachzulesen, allerdings sind das nur Empfehlungen und es muss selbst ausprobiert werden, welche Menge eine Besserung bringt. Ebenfalls sollten die Eltern auf eine stressfreie Umgebung ihres Kindes achten, dadurch kann der Hautzustand auch verbessert werden.Kinderhaut richtig pflegen

Allgemeine Tipps zur richtigen Hautpflege von Kindern

Die Hautpflege sollte ein fester Bestandteil des Tagesablaufs sein und sollte regelmäßig durchgeführt werden. Damit kann der Schweiß nicht mehr in kleine Hautöffnungen eindringen und der Juckreiz wird vermindert. Die Haut sollte nicht zu oft eingecremt werden, da ansonsten die eigene Produktion von fettenden Substanzen unterbunden wird. Morgens und abends sollte eine rückfettende Salbe verwendet werden, diese kann mit einer sanften Massage aufgetragen werden und zugleich wird die Durchblutung der Haut gefördert.

Bei einer unelastischen und gespannten Haut des Kindes sollte ein Präparat mit einem hohen Anteil an Flüssigkeit verwendet werden. Eine Salbe mit einem hohen Anteil an Fett sollte bei einer leder- oder papierartigen, sowie spröder und rissiger Haut angewendet werden. Diese Präparate sollten nur auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden.

Antiseptische bzw. antibiotikahaltige Cremes oder zinkhaltige Pasten sollten nur bei offenen Hautstellen aufgetragen werden. Damit werden weitere Entzündungen durch Bakterien vermieden. Sind die Entzündungen noch sehr frisch, dann sollten besser Schüttelmixturen oder Umschläge angewendet werden. Auf keinen Fall sollte die zarte Kinderhaut eine Hautschälkur erhalten.

Bei Kindern sollten die Nägel regelmäßig geschnitten werden, dadurch kann ein Aufkratzen vermieden werden. Entspannung und Ruhe sind genauso wichtig, damit der Juckreiz gelindert werden kann. In den Wohnräumen sollte der Gehalt an Luftfeuchtigkeit etwa 20 bis 65 Prozent betragen und ein regelmäßiges Lüften versteht sich von selbst. Die Raumtemperatur sollte zwischen 15 und 20 Grad Celsius liegen, dadurch kann ein unnötiges Schwitzen vermieden werden.

Bei den Hautpflegemitteln sollte auf das Verfallsdatum und die richtige Lagerung geachtet werden. Nach spätestens sechs Monaten sollten angebrochene Tuben oder Dosen entsorgt werden, da bei einer zu langen Aufbewahrung bei den Pflegemitteln eine chemische Veränderung auftreten oder diese von Mikroorganismen besiedelt werden können. Die Pflegemittel sollten an einem kühlen Ort aufbewahrt werden, dort können die Mikroorganismen nicht gut wachsen.

Damit die richtige Menge des Pflegemittels aufgetragen werden kann, sollten Eltern die „fingertip unit“ nutzen. Dabei wird die Creme von der Fingerkuppe bis zur ersten Falte des Fingers aufgetragen, die Menge ist ausreichend für eine zu behandelnde Fläche von ungefähr 16 mal 16 Zentimetern bei Frauen und 17 mal 18 Zentimetern bei Männern.

Foto: © SueSchi / Pixelio

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