Ich versuche es mal sehr bildlich:
IgG sind für die Abwehr von Bakterien und Viren zuständig. Ich halte das für vernachlässigbar. Wenn diese Antikörper auf Nahrungsmittel abgestimmt werden, merkt man überhaupt nichts. Im schlimmsten Fall (extreme Allergenbelastung) könntest du Fieber oder erkältungsartige Erscheinungen haben, wenn du die falschen Nahrungsmittel zu dir nimmst.
Nahrungsmittelallergene sind allerdings idR zu “groß” für diese Immunkörper, hier werden vom Körper IgE-Antikörper gebildet, die eigentlich zur Abwehr von Parasiten gedacht sind. Diese docken bei Allergenfund an weitere Antikörper an, sodass Histamin ausgeschüttet wird, das soll den Parasiten durch Aufschwemmen vernichten.
Bei der Hyposensibilisierung wird versucht, IgG-Antikörper bilden zu lassen, da diese schneller zugreifen als die IgE-Antikörper und damit diese Immunreaktion mit Histamin unterbinden. Damit lassen sich die Symptome (Entzündungen, Juckreiz, Magendarmbeschwerden, Asthma, etc.) im Idealfall unterbinden. Wenn du passende IgG-Antikörper hast, bist du im Glücksfall für die jeweiligen Stoffe erscheinungsfrei, eine Garantie besteht jedoch nicht.
Wenn du IgG-Antikörper zu einem bestimmten Allergen hast, bedeutet das noch lange nicht, dass auch die problematischen IgE-Antikörper vorhanden sind. Der Körper bildet diese Antikörper in unterschiedlicher Ausführung quasi nach “Zufallsprinzip”, um stets auch neue Virenmutationen, die er noch nicht kennt, abfangen zu können. Da kann sicherlich auch mal ein Nahrungsmittelmolekül passen.
Insofern bringt der Test mE überhaupt nichts.