Startseite » Themen » Neurodermitis – Die Krankheit » Allergien » Weichmacher, Butylbenzylphthalat

Weichmacher, Butylbenzylphthalat

Ansicht von 6 Beiträgen - 1 bis 6 (von insgesamt 6)
  • Autor
    Beiträge
  • #8101
    AvatarCookie67
    Teilnehmer

    Weichmacher fördern Neurodermitis bei Kindern. Phtalate wirken schon auf das Ungeborene im Mutterleib .

    Der in Bodenbelägen vorkommende Weichmacher Butylbenzylphthalat erhöht das Risiko von Kindern, an Neurodermitis und anderen Ekzemen zu erkranken. Der Schadstoff wirkt dabei schon im Mutterleib auf den kindlichen Organismus. Das haben US-amerikanische Forscher bei einer Studie mit 407 schwangeren Frauen herausgefunden. Hatten die Schwangeren höhere Werte des Weichmachers im Urin, stieg das Erkrankungsrisiko ihrer Kinder um mehr als 50 Prozent. Diese litten in den ersten zwei Lebensjahren deutlich häufiger an den juckenden Hautauschlägen als die Kinder von weniger stark belasteten Schwangeren. Erstmals habe man damit einen Zusammenhang zwischen der Belastung mit Weichmachern im Mutterleib und Neurodermitis nachgewiesen, berichten die Forscher im Fachmagazin „Environmental Health Perspectives“.

    scinexx | Weichmacher frdern Neurodermitis bei Kindern: Phtalate wirken schon auf das Ungeborene im Mutterleib – Kinder, Ekzeme, Weichmacher, Phtalate, Butylbenzylphthalat, Bodenbelge, Neurodermitis, Schwangerschaft, Erkrankungsrisiko

    Weichmacher aus Bodenbelägen können Neurodermitis fördern – Wissen – Ratgeber – Hamburger Abendblatt

    Weichmacher Butylbenzyl kann Neurodermitis bei Kleinkindern begünstigen | CleanKids-Magazin

    #45212
    AvatarSuffmelancholie
    Teilnehmer

    Weichmacher sind doch auch im Krebsverdacht?
    Ich habe von einem Kollegen erfahren, dass die ganzen Damen, die in China Kunststoffe formen dürfen, sehr oft über Allergien klagen.
    Besonders die – oft schlecht verarbeitete – kunststoffbasierte Kleidung, die „gewöhnlich“ gekauft wird, hätte ich da extrem im Verdacht.

    #45210
    AvatarCookie67
    Teilnehmer

    Weichmacher erhöhen Neurodermitis-Risiko – Phtalate wirken bereits im Mutterleib auf das ungeborene Kind

    Weichmacher, wie sie in PVC-Böden und Kunstledermöbeln oder auch in Verpackungs- und Isoliermaterialien vorkommen, erhöhen das Risiko für Neurodermitis in der frühen Kindheit. Der Schadstoff wirkt bereits im Mutterleib auf das Ungeborene. Die in Haushalten verbreitete Chemikalie namens Benzylbutyl-Phthalat (BBzP) wird allmählich an die Luft und in den Hausstaub abgegeben. Schwangere Frauen können den Schadstoff dann beim Einatmen in den Körper aufnehmen.

    US-amerikanischen Forscher der Columbia University’s Mailman School of Public Health maßen die Phthalat-Konzentration (Monobenzyl-Phthalat (MBzP): Hauptmetabolit von BBzP) im Urin von 407 schwangeren Frauen in New York City. Urinproben von afroamerikanischen und dominikanischen Frauen wurden während eines Zeitraums von acht Jahren (1999-2006) jeweils im letzten Drittel der Schwangerschaft genommen. Die Mütter wurden nach Neurodermitis bei ihren Kindern befragt und die Kinder auf Neurodermitis und Allergien hin untersucht. Im Alter von 24, 36 und 60 Monaten wurden bei den Kindern dazu auch Blutproben entnommen.

    Weichmacher erhhen Neurodermitis-Risiko – Phtalate wirken bereits im Mutterleib auf das ungeborene Kind – Rund um die Haut – Hautstadt-Zeitung – Aktuelles – hautstadt.de

    #45213
    AvatarLil
    Teilnehmer

    Das ist unheimlich.
    Kunststoffe kommen ja mittlerweile in allen Bereichen unseres Lebens vor, man kann ihnen überhaupt nicht wirklich ausweichen!

    Das Bundesumweltamt Österreich schreibt dazu:

    „Phthalate: PVC-Weichmacher mit Gesundheitsrisiko

    Die weit verbreiteten Kunststoff-Weichmacher Phthalate gelten als höchst gesundheitsgefährdend. Diese Industriechemikalien werden weltweit in großen Mengen hergestellt und verwendet. Der Mensch nimmt die Phthalate vorwiegend mit der Nahrung, und der Atemluft auf. Auf diesem Weg gelangen sie in den Organismus, wo sie auf den Hormonhaushalt wirken. Besonders gefährdet sind Kinder.

    Neuesten Studie zufolge ist die Menge an Phthalaten, die die Bevölkerung aufnimmt, größer als bisher angenommen. Sie werden auch mit dem seit Jahrzehnten beobachteten Rückgang der Spermienzahlen und damit der abnehmenden männlichen Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Phthalate können die Plazentarschranke durchdringen und das Baby im Mutterleib schädigen. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass bereits bei derzeitigen Konzentrationen die Entwicklung der männlichen Fortpflanzungsorgane negativ beeinflusst werden kann. Das Abstract zu diesem Artikel ist abrufbar.

    Besondere Gefahr für Kinder

    Vor allem Kinder nehmen größere Mengen der Stoffe aus Spielzeugen und Produkten auf, als bisher bekannt. Da gerade Kinder, deren Organismus sich entwickelt, besonders empfindlich gegenüber fortpflanzungsgefährdenden Substanzen sind, wurde eine EU-Richtlinie verabschiedet.
    © Umweltbundesamt/Kratz

    Die EU-Richtlinie 2005/84 EG verbietet drei gesundheitsgefährdende Phthalate, nämlich DEHP, DBP und BBP in Spielzeug generell, drei weitere in Spielsachen, die Kinder unter 36 Monaten in den Mund nehmen können.

    Dennoch enthalten leider Spielzeugartikel aus Kunststoff nach wie vor Phthalate, wie Untersuchungen, beispielsweise von Ökotest, zeigen.

    Großer Einsatz

    Phthalate wie der Weichmacher Diethylhexylphthalat (DEHP) werden jährlich weltweit in einer Menge von zwei Millionen Tonnen erzeugt; 90 Prozent davon werden dem PVC als Weichmacher (in Konzentrationen bis zu über 50% der Gesamtmasse) zugesetzt und sind in Fußböden, Verkleidungen, Kunststoffbelägen und -artikeln enthalten. Phthalate kommen aber auch in vielen anderen Bereichen zum Einsatz, etwa bei der Herstellung von Insektiziden, Körperpflegemitteln, Medikamenten, Polstermöbeln und Textilien.

    Da sie aber im Kunststoff nicht chemisch gebunden sind, können sie auch wieder entweichen. So gelangen diese Verbindungen in die Raumluft und in den Hausstaub und können eine Belastung für die Gesundheit darstellen. Eine groß angelegte Studie an schwedischen Schulkindern zeigte einen klaren Zusammenhang von allergischen Symptomen und der Konzentration von Phthalaten im Elternhaus.

    In der Umwelt allgegenwärtig

    Nachdem Phthalate relativ beständig sind und darüber hinaus fettlöslich sind, reichern sie sich in der Umwelt insbesondere in Sedimenten, an und können in der Nahrungskette kumulieren.
    (aus: Umweltbundesamt: Phthalate: PVC-Weichmacher mit Gesundheitsrisiko)

    DAs Umweltbundesamt Deutsdhland schreibt:
    „Weichmacher sind Stoffe, die spröden Materialien zugesetzt werden, um sie weich, biegsam oder dehnbar zu machen, damit sie einfacher zu bearbeiten sind oder bestimmte Gebrauchseigenschaften erreichen. Sie sind in großen Mengen in Kunststoffen, Lacken, Anstrich- und Beschichtungsmitteln, Dichtungsmassen, Kautschuk- und Gummi-Artikeln sowie in Klebstoffen enthalten. Auch bei der Textilveredlung spielen weichmachende Substanzen eine Rolle, um die Griffigkeit und Geschmeidigkeit zu verbessern. Die Weichmacher können aus dem Material austreten. Sie gelangen dabei in die Umwelt und – sofern sie nur langsam abgebaut werden – dadurch auch in die Nahrungskette. Dann können sie in nennenswertem Umfang mit der Nahrung aufgenommen werden. Die direkte Aufnahme über die Haut ist nur bei den kurzkettigen Phthalatestern ausgeprägt, bei den übrigen Phthalatestern ist sie beim Menschen von untergeordneter Bedeutung. …“

    „Weichmacher im Innenraum

    Bedeutende Quellen für Weichmacher in der Innenraumluft und im Hausstaub sind Bauprodukte wie Fußbodenbeläge, Handläufe, Tür- und Fensterdichtungen, sofern sie Hart- oder Weich-PVC enthalten, Elektrokabel, manche Möbel, die unter Verwendung phthalathaltiger Kleber oder Farben hergestellt worden sind und Einrichtungsgegenstände, Badewannen- und Duscheinlagen sowie Duschvorhänge. Verbraucherinnen und Verbraucher können versuchen, weitgehend auf mit Weichmachern versetzte Kunststoffe, vor allem auf Weich-PVC, zu verzichten und auf andere Produkte, zum Beispiel aus Polyethylen (PE) auszuweichen.

    Belastung der Bevölkerung

    Das Umweltbundesamt untersucht unter anderem im Umwelt-Survey und der Teilbank Humanproben der Umweltprobenbank seit vielen Jahren die Belastung Erwachsener und Kinder mit Phthalaten und anderen Schadstoffen. Die Befunde der Pilotstudie zum Kinder-Umwelt-Survey im Jahr 2001 zeigten, dass bei einigen Kindern, vorwiegend Jungen, die duldbare tägliche Aufnahmemenge von DEHP überschritten ist. „
    (aus: Gesundheit und Umwelthygiene – Weichmacher)

    Wo kommen die Weichmacher noch vor?

    – „Weichmacher und Flammschutzmittel sind etwa in Plastikspielzeug (!), Elektrogeräten, PVC-Böden und in der Beschichtung von Konservendosen (!) enthalten. Der Mensch kann diese Chemikalien über die Luft, Haut oder Nahrung aufnehmen.“
    (aus: Hormonelle Schadstoffe: Weichmacher fördern Diabetes und Fettleibigkeit – Nachrichten Gesundheit – WELT ONLINE)

    – in Schaumstoffmatratzen: „…Die verwendeten Weichmacher bieten zusammen mit der Feuchtigkeit einen idealen Nährboden für Pilze und Bakterien, welche nur mir Pestiziden bekämpft werden können.“
    (aus: Schaumstoffmatratzen – Infos zur Schaumstoffmatratze)

    #45211
    AvatarCookie67
    Teilnehmer

    (lifePR) (New York, USA, 27.11.2012) Ein Produkt aus der Gruppe der Phtalate wird von US-amerikanischen Forschern für Neurodermitis bei Kindern mitverantwortlich gemacht. Seit 2005 in Spielzeug und Pflegemitteln zwar verboten, findet sich der chemische Weichmacher Butylbenzylphtalat immer noch in Bodenbelägen wie PVC oder in Kunstleder, mit denen etwa Sitzmöbel bezogen sind. Nach der Studienauswertung bei 407 schwangeren New Yorker Frauen steigt die Erkrankung ihrer Kinder bei höheren Werten des Weichmachers um mehr als fünfzig Prozent. Rachel Miller vom Columbia University Medical Center, New York: „Der Schadstoff wirkt dabei schon im Mutterleib auf den kindlichen Organismus“.

    Weichmacher können Neurodermitis auslösen – Kocomed – Pressemitteilung

    #45214
    Avatargreene
    Teilnehmer

    Weichmacher sind in Kunststoffverpackungen enthalten. Sicher weiß ich, dass sie in PET-Flaschen enthalten sind. Ich befürchte jedoch auch in anderen Kunststoffverpackungen von Lebensmitteln, Duschgel etc.

    Am schlechtesten sind die Einweggetränkeflaschen, die dünnen, die Mehrwegflaschen sind etwas besser. Deshalb lieber Glasflaschen verwenden. Für unterwegs gibt es verschiedene Flaschen z.B. aus Edelstahl. Kaufempfehlung siehe Utopia.de

Ansicht von 6 Beiträgen - 1 bis 6 (von insgesamt 6)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.

Folge uns auf Facebook

Neueste Antworten

Forum-Statistiken

Registrierte Benutzer
5.149
Foren
32
Themen
4.056
Antworten
39.862
Thema-Schlagwörter

Folge uns auf Facebook

Neueste Antworten

Forum-Statistiken

Registrierte Benutzer
5.149
Foren
32
Themen
4.056
Antworten
39.862
Thema-Schlagwörter