Milchallergie, Kuhmilchallergie ? Der Tag der Milch

MilchallergieAm 01.06.2009 war wieder einmal der Tag der Milch. Grund genug, einmal auf dieses wichtige Lebensmittel einen Blick zu werfen. Besonders auffällig ist dabei die Demeter-Milch. Bei dieser Milch wird darauf geachtet, dass die Kühe nur wenig Kraftfutter, dafür aber viel Heu und Freigänge auf der Weide bekommen. Außerdem wird die Milch lediglich pasteurisiert, aber nicht homogenisiert. Produkte wie ESL-Milch, also extra lange haltbare Milch, sind bei Demeter nicht zu finden. Durch das Homogenisieren würde die Zellstruktur der Milch deutlich verändert, was Allergien zuträglich wäre.

Damit genau diese Allergien nicht auftreten, wird bei der Demeter-Milch auf die Zusatzstoffe ebenso verzichtet, wie auf das Kraftfutter für die Kühe und das Stutzen von deren Hörnen. Aus diesem Grund, so sind Experten der Überzeugung, wird die Demeter-Milch mit besonders reichhaltigen Fettsäuren ausgestattet. Die wichtigen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren sind in dieser Milch enthalten und können schon während der Schwangerschaft und Stillzeit das Immunsystem von Babys stärken. Den Experten zufolge sorgt die Demeter-Milch sogar dafür, Allergien zu vermeiden, das Risiko aber zumindest stark zu senken.

Der Allergologe Dr. Thomas Roos konnte sogar bestätigen, dass Patienten, die unter Neurodermitis leiden und Kuhmilch im Allgemeinen nicht vertragen, bei der Demeter-Milch keine Probleme aufweisen. Die Erkenntnisse sind allerdings bisher noch nicht repräsentativ, weshalb künftig eine klinische Studie in dieser Richtung angedacht ist.

Grundsätzlich kann die Demeter-Milch also auch für Neurodermitis-Patienten empfohlen werden. Einen Versuch ist es allemal wert, zudem die Milch durch Verzicht auf sämtliche Zusatzstoffe nahezu allergenfrei bleibt. Schwierig wird es für die Milchbauern lediglich, den Preis am Markt durchzusetzen. Durch die hochwertigen Futtersorten für die Tiere muss auch der Milchpreis angepasst werden. Bleibt zu hoffen, dass die Verbraucher ihrer Gesundheit zuliebe einen angemessenen Preis zahlen werden.

Foto: © Joujou / Pixelio

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