Neurodermitis Homöopathie

Homöopathie bei Neurodermitis

Hier finden Sie einige unserer Artikel zu unterschiedlichen homöopathischen oder verwandten alternativen Therapien bei Neurodermitis. Dort werden Sie auch über Gründe und Risiken der alternativen Therapien aufgeklärt.

Wir haben auf dem Neurodermitisportal außerdem einen Artikel von Dr. Hartwig Richter veröffentlicht, einem Arzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie aus Wentorf bei Hamburg, mit dem Titel Klassische Homöopathie in der Therapie der Neurodermitis . Der Artikel geht auf Homöopathie bei Neurodermitis als alternative Behandlungsmethode ein und liefert außerdem einen interessanten Überblick zu dem Thema Neurodermitis im Allgemeinen. Hier finden Sie die Webseite von Dr. Hartwig Richter: http://homoeopathie-richter.de/

Was ist Homöopathie?

Homöopathie ist eine Richtung der Naturheilkunde mit der Überzeugung, dass alle Stoffe Spuren hinterlassen. Deswegen werden keine großen Dosen von Wirkstoffen eingesetzt, sondern sie werden so stark verdünnt, dass sie chemisch kaum oder nicht nachweisbar sind. Über die homöopathische Behandlung wird häufig gestritten und es gibt wahrscheinlich genauso viele Befürworter wie Gegner dieser Methode.

Der Gründer der Homöopathie ist Dr. Samuel Hahnemann (1855-1943). Er vertrat die Annahme, dass Ähnliches durch Ähnliches geheilt werden kann (Similia similibus curentur). Ein homöopathisches Mittel soll demnach so gewählt werden, dass die darin enthaltenen Stoffe bei einem gesunden Menschen diejenigen Symptome auslösen, an denen der Erkrankte leidet.
Der Begriff Homöopathie ist griechischen Ursprungs, setzt sich aus „Homoion“ und „Pathos“ zusammen und wird mit „ähnliches Leiden“ übersetzt. Wenn beispielsweise wilder Jasmin typische Grippesymptome auslöst, wird die Pflanze auch als Bestandteil homöopathischer Mittel zur Grippebehandlung verwendet. Hahnemann berücksichtigte bei der homöopathischen Behandlung stets alle auftretenden Symptome, um das entsprechende Mittel auszuwählen, dabei legte er besonders großen Wert auf die emotionalen und geistigen Zustände.
Heutzutage gibt es etwa 2.500 verschiedene homöopathische Arzneimittel, die aus Pflanzen, Tierprodukten und Mineralien hergestellt werden. Bei gesunden Menschen würden diese Stoffe bestimmte Symptome hervorrufen, die durch das entsprechende Mittel bei erkrankten Menschen jedoch eine heilende Wirkung zeigen.

Neurodermitis homöopathisch behandeln

Dass Homöopathie bei Neurodermitis als Behandlungsmethode angewandt wird, liegt unter anderem daran, dass die Haut und die befallenen Stellen sichtbar sind und somit schnell auf ein Mittel geschlossen werden kann. Für die homöopathische Behandlung von Neurodermitis muss zuvor die gesamte Krankheitsgeschichte mit allen Symptomen und Beschwerden genau betrachtet werden. Auch solche Probleme, die dem ersten Anschein nach nicht mit der Neurodermitis zusammenhängen, müssen berücksichtigt werden. Immerhin betrachtet der Homöopath bei Neurodermitikern nicht nur die Haut, sondern den gesamten körperlichen und geistigen Zustand. Wenn sich Hauterkrankungen aufzeigen, die nicht durch äußerliche Faktoren wie Verbrennungen entstanden sind, liegt die Vermutung nahe, dass der Organismus versucht, eine innere Störung auszugleichen und diese im Fall der Neurodermitis auf die Haut überträgt. Dadurch werden zwar die lebensnotwendigen inneren Organe geschützt, doch zeigt das ebenso, dass auch Hauterkrankungen von innen heraus behandelt werden müssen. Aus diesem Grund eignet sich wiederum die Homöopathie bei der Neurodermitis Behandlung.

Während der homöopathischen Behandlung der Neurodermitis sollten nicht gleichzeitig auch starke Salben verwendet werden. Aus homöopathischer Sicht wird dadurch der Ausschlag unterdrückt, weshalb es nicht mehr möglich ist, auf ein homöopathisches Mittel zu schließen.

Was die Homöopathie auszeichnet, ist dass sie die Person als Ganzes betrachtet und nicht nur einzelne Körperteile oder betroffene Stellen. Zwar sind hinsichtlich der Homöopathie bei Neurodermitis auch Laborbefunde und Allergietests von Bedeutung, doch auch der Gemütszustand, das Ess- und Trinkverhalten, der Stuhlgang, der Schlaf und darüber hinaus auch wetterbedingte Faktoren spielen bei der Diagnose eine Rolle. Daraus werden dann die Ursachen der Neurodermitisschübe durch eingehende Gespräche herausgestellt und ein individuelles Therapiekonzept wird entwickelt, um die Homöopathie bei Neurodermitis zielgerichtet anzuwenden.
Weiterhin betrachten die Homöopathen die Neurodermitis auch nicht ausschließlich als Hautkrankheit, sondern gehen vielmehr davon aus, dass ein Ungleichgewicht in der Gesamtsituation besteht. Aus diesem Grund ist auch die rein lokale Therapie aus dieser Sichtweise nicht angebracht, da die Krankheit dadurch die Möglichkeit bekommt, sich lediglich zu „verlagern“. Dadurch kann zwar die Neurodermitis abklingen, jedoch kann sich beispielsweise Asthma oder Heuschnupfen entwickeln.

Neurodermitis schulmedizinisch und homöopathisch behandeln

Zwar bestehen zwischen der Schulmedizin und der Homöopathie große Unterschiede, insbesondere in der Diagnostik, doch können sich die beiden Ansätze durchaus ergänzen. Durch die homöopathischen Mittel können die Nebenwirkungen starker Medikamente gesenkt werden, wodurch wiederum das Wohlbefinden gesteigert wird. Dabei ist es von Interesse, eine fundierte Gesamtstrategie zur Behandlung der Neurodermitis zu entwickeln. Wenn diese über die Jahre hinweg konsequent durchgesetzt wird, können Schulmedizin und Homöopathie bei Neurodermitis gemeinsam auch Erfolge erzielen. Zu bedenken ist, dass sich Neurodermitis oftmals nur sehr schwer behandeln lässt und dieser Prozess sehr mühsam und langfristig sein kann. Aus diesem Grund müssen die behandelnden Ärzte den im Voraus festgesetzten Behandlungsweg auch konsequent fortsetzen und ihr Wissen optimal anwenden.

Homöopathische Mittel bei Neurodermitis

Da Neurodermitis sehr vielschichtig ist und bei jedem Neurodermitiker einen unterschiedlichen Krankheitsverlauf aufzeigt, hat der Therapeut die Aufgabe, das passende homöopathische Mittel sorgfältig auszuwählen. Dabei kann es dazu kommen, dass zunächst eine Verschlechterung des Hautzustands eintritt, bevor die ersten Resultate erzielt werden.
Homöopathische Mittel, die häufig bei Neurodermitis eingesetzt werden, sind unter anderem Fliegenpilze gegen Juckreiz, Brennen und Nervosität, Quarz gegen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien sowie Ballonrebe gegen Hautausschläge und -jucken, heiße und gerötete Haut sowie nässende Hautstellen. Welches Mittel genau Ihnen nun helfen kann, sollte jedoch von einem Arzt festgestellt werden.

Wir freuen uns über eure Meinungen zum Thema Homöopathie! Kontaktiert uns oder diskutiert in unserem Forum!

9 Reaktionen zu “Neurodermitis Homöopathie”

  1. Michi

    Hallo Renate! Wie lange hat das bei dir gedauert, die Neurodermitis loszuwerden? Ich habe sie schon seit über 30 Jahren (bin jetzt 33) und habe immer nur Cortison bzw. Elidel geschmiert. Nun mache ich seit August einen Cortison-Entzug mit Homöopathie. Und es ist echt soo mühsam, manchmal bin ich kurz davor, alles hinzuschmeissen. Nun wollte ich eben fragen, wie lange es bei dir gedauert hat. Würde mich auf eine Antwort sehr freuen! Mit vielen Grüßen!

  2. Monika Vinzelberg

    Hallo, ich leide seit vielen Jahren unter Neurodermitis und habe schon viele Crems mit
    Cortison verwendet, ohne Besserung. Der Juckreiz ist kaum mehr auszuhalten.Bei meinen
    Recherchen im Internet wurde mir immer wieder gesagt, dass ich die Neurodermitis NICHT mehr los werde.
    Doch hier habe ich zum ersten mal gelesen, dass doch Hoffnung auf Heilung besteht.
    Würde mich über einen regen Austausch von DENEN wünschen die die Neurodermitis erfolgreich bekämpft haben und besonders das “ WIE “ interessiert mich.
    Freue mich über eine Antwort!
    Mit vielen Grüßen Moni

  3. Tatiana

    Hallo! Es ist natürlich ein Glück, wenn man einen vertrauenswürdigen Homöopathen findet, der auch so ein Feingespür für Patienten hat. Sonst probiert man verschiedenes, was vielleicht nicht passt, weil der Arzt den Patienten nicht gut kennt oder sich mit seinem Problem nicht richtig auseinander gesetzt hat. Jeder Besuch kostet zwischen 70 und 120 EUR, wie lang man hier finanziell aushält, ist dann eine Frage.
    Neurodermitis ist wirklich eine seltsame Krankeit, ich war schon vorbelastet, daher hat meine Tochter einen starken Neurodermitis, leider war es mit 3 Jahren nicht vorbei, wie ich gehofft habe! jetzt sind wir 4. Nächste Woche probieren wir Blaulichttherapie, es hat den meisten Kindern geholfen, in der Praxis wo wir sind, hat allen geholfen, außer einem Mädchen.
    Monika, da ich vielleicht nicht so stark und meine Mutter an Juckreiz litten, kann ich folgendes sagen: das ist manchmal unergründlich, warum der Juckreiz auf einmal verschwindet.
    und auch Allergien, z.B. ich habe mich immer regelmäßig gekratzt, aber nicht so stark, nicht bis zum Blut, aber mein Bauch war nicht schön. Dann sind wir zum ersten Mal mit 10 Jahren zum Meer (Schwarzes Meer) gefahren (ich muss sagen, warum ich so lang am Meer nicht war: damals wohnte ich in Sibirien, also war es nicht leicht)und danach war alles abgeheilt! Für immer! Meine Schwester hatte Ekzem am Fuß, nach einem Spaziergang barfußig am ziemlich schmutzigen Strand vom gelben Meer in China war das auch weg.
    Wir waren oft schon am Meer mit meiner Tochter, aber das hat nicht wirklich geholfen, es war schon besser als im Winter, aber nicht optimal, wir haben in der Nacht Cortison verwendet.
    Probier im Sommer den Aufenthalt am Schwarzen Meer, das erwägen wir auch, dort waren wir mit der Tochter nicht, man sagt, es hat Schwefel oder Sulfat, vielleicht deswegen.
    Vermeide auf jeden Fall chemische Mittel (Putzmittel) oder bleib nicht dort, wo eine Wohnungsrenovierung stattfindet. Meine Mutter hat leider Rückfall nach einer Wohnungsrenovierung, ich glaube wegen Staub! Liebe Grüße aus Wien,

  4. Alex

    Per Definition kann Homöopathie bei keiner (organischen) Erkrankung mehr als ein Plazeboeffekt erreichen. Ich kann nur davon abraten etwa Geld auzugeben für Homöpoathische Mittel, und alle Kassen haben recht, die diese Stofeen nicht bezahlen und so ihre Kosten senken.

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