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Lebensmittelunverträglichkeit

Dieses Thema enthält 8 Antworten und 6 Teilnehmer. This post has been viewed 487 times Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Anonym vor 1 Monat. This post has been viewed 487 times

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  • #8136
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    Cookie67
    Teilnehmer

    Sind unsere Mägen wirklich so empfindlich geworden?

    Ja – glaubt zumindest jeder fünfte Deutsche und verzichtet deshalb auf Milch, Weizen, Früchte. So reicht es längst nicht mehr aus, bei Essenseinladungen nur die Vegetarier-Frage zu stellen. Laktose- Gluten- und Fruktoseintoleranzen scheinen sich wie eine Epidemie zu verbreiten.

    Dr. Kleine-Tebbe: „Es gibt Körperreaktionen gegen Lebensmittel, bei denen das Immunsystem direkt beteiligt ist – das sind Nahrungsmittelallergien. Sie sind manchmal richtig gefährlich, da sie als allergischer Schock oder Asthmaanfall tödlich verlaufen können (Symptome: plötzlicher Juckreiz an Handtellern und Fußsohlen, Quaddeln am ganzen Körper, heftigste Atemnot, Kreislaufzusammenbruch).

    Laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) kommt die Laktose-Intoleranz bei etwa 15 Prozent, die Fruktose-Intoleranz bei etwa 30 Prozent der Bevölkerung vor. Laktose ist Milchzucker, Fruktose Fruchtzucker. An einer Zöliakie, bei der der Getreideinhaltsstoff Gluten Beschwerden bereitet, leiden etwa 0,5 Prozent der Deutschen. Ähnlich selten sind Empfindlichkeiten gegenüber Zusatzstoffen, etwa Farbstoffen.

    IgG-Allergietests, die Nahrungsunverträglichkeiten aufspüren sollen, stehen bei Experten, wie zum Beispiel dem Deutschen Allergie- und Asthmaverband (DAAB), stark in der Kritik.

    Fruktose-, Gluten- und Laktoseintoleranz: Mode-Diagnose oder neue Volkskrankheit? – Gesundheit – Bild.de

    #45385
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    Pustelblume
    Teilnehmer

    …finde den Bericht eher verwirrend, da eine Unverträglichkeit etwas anderes als eine Allergie ist…:-|

    #45382
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    Cookie67
    Teilnehmer

    Folgenden Artikel finde ich auch etwas besser zu diesem Thema:

    Ob eine Auslassungsdiät die Beschwerden von Babys oder Kindern mit Neurodermitis lindert, die keine nachgewiesene Lebensmittel-Überempfindlichkeit haben, ist nicht belegt. Zu Auslassungsdiäten bei Erwachsenen mit Neurodermitis gibt es kaum Studien.

    Auslassungsdiäten bei Neurodermitis
    Häufig reagiert jemand zuerst überempfindlich auf bestimmte Lebensmittel, bevor sie oder er eine allergische Erkrankung entwickelt. Viele Menschen versuchen, die Symptome ihrer Neurodermitis zu lindern, indem sie auf bestimmte Lebensmittel verzichten, zum Beispiel auf Eier oder Kuhmilch. Dies nennt man „Auslassungs- oder Eliminationsdiät“. Manche Menschen schließen auch mehr als ein oder zwei Lebensmittel aus ihrer Ernährung aus.

    Forschung zu Auslassungsdiäten bei Neurodermitis
    Es kann schwierig sein, herauszufinden, ob eine bestimmte Substanz die Neurodermitis auslöst, da die Symptome mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt sind. Man könnte also irrtümlich den Eindruck bekommen, dass ein Stoff die Erkrankung beeinflusst hat, obwohl sich die Beschwerden auch ohne ihn verbessert oder verschlechtert hätten. Bei Kindern und Jugendlichen verschwindet Neurodermitis häufig vollständig von selbst, ohne dass es dafür eine klare Ursache gibt. Neurodermitis wird von mehreren Faktoren beeinflusst, nicht allein von der Ernährung.

    Um sicher sein zu können, ob eine Auslassungsdiät Menschen mit Neurodermitis helfen kann oder nicht, werden wissenschaftliche Studien benötigt. In solchen Studien wird getestet, was passiert, wenn Menschen mit Neurodermitis auf bestimmte Lebensmittel verzichten. In randomisierten kontrollierten Studien werden Freiwillige nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt. Anschließend wird eine Gruppe gebeten, sich wie gewohnt zu ernähren, und die andere Teilnehmergruppe, sich an eine bestimmte Diät zu halten.

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Cochrane Collaboration haben nach Studien gesucht, in denen untersucht wurde, ob Auslassungsdiäten einen Einfluss auf Symptome bei Neurodermitis haben. Die Cochrane Collaboration ist eine internationale Forschungsorganisation, die die Ergebnisse von Studien kritisch prüft und zusammenfasst.

    Die Wissenschaftlergruppe fand neun Studien zu diesem Thema. In sechs dieser Studien wurde eine ei- und milchfreie Diät ausprobiert. Zwei Studien untersuchten eine auf wenige Nährstoffe reduzierte flüssige Formulanahrung, in der bestimmte Eiweiße aufgespalten wurden und so keine allergene Wirkung mehr haben sollen. Eine Studie prüfte eine Diät, die auf wenige Lebensmittel reduziert war.

    Die meisten Studien wurden mit Säuglingen und Kindern durchgeführt, nur an zwei Studien nahmen Erwachsene teil. Alles in allem waren die Studien relativ klein: Die Teilnehmerzahl lag zwischen 11 und 85. Außerdem waren alle Studien mit Problemen behaftet. Beispielsweise haben die Teilnehmenden einiger Studien sich nicht strikt an die strenge Diät gehalten. Nur zwei Untersuchungen beobachteten die Teilnehmenden länger als sechs Monate. In der Hälfte der Studien, die eine milchfreie Diät untersuchten, wurde Milchersatz auf Sojabasis verwendet. Dies könnte ihre Aussagekraft mindern – andere Forschung hat ergeben, dass Sojamilch selbst manchmal eine Allergie auslösen kann. Mehr darüber erfahren Sie im Text „Kleinkinder mit hohem Allergierisiko: Kann Soja-Babynahrung vorbeugen?“

    Neurodermitis: Kann es helfen, bestimmte Lebensmittel wegzulassen?

    #45381
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    Anonym

    Ich hab mir den Artikel jetzt nochnicht durchgelesen, aber eines kann ich Euch sicher sagen: Lactose-Intoleranz ist NICHTS NEUES! Selbst Ötzi war Lactoseintolerant – JEDER war zu der Zeit Lactoseintolerant. Dass wir Kuhmilch vertragen ist eigentlich eine genetische Veränderung/ Mutation. Wir (der Mensch) sind so ziemlich die einzigen Lebewesen, die Milch von anderen Lebewesen verstoffwechseln können, ohne Durchfall davon zu bekommen. Diejenigen, die das nicht können, haben eben diese Mutation halt noch nicht abbekommen. Was meint Ihr, warum man Katzen keine Kuhmilch geben soll?! Richtig, weil die Wenigsten diese vertragen.
    Den Artikel werde ich mir mal in einer ruhigen Minute durchlesen.

    #45386
    Avatar
    Suffmelancholie
    Teilnehmer

    @Mausepiep 46116 wrote:

    Ich hab mir den Artikel jetzt nochnicht durchgelesen, aber eines kann ich Euch sicher sagen: Lactose-Intoleranz ist NICHTS NEUES! Selbst Ötzi war Lactoseintolerant – JEDER war zu der Zeit Lactoseintolerant. Dass wir Kuhmilch vertragen ist eigentlich eine genetische Veränderung/ Mutation. Wir (der Mensch) sind so ziemlich die einzigen Lebewesen, die Milch von anderen Lebewesen verstoffwechseln können, ohne Durchfall davon zu bekommen. Diejenigen, die das nicht können, haben eben diese Mutation halt noch nicht abbekommen. Was meint Ihr, warum man Katzen keine Kuhmilch geben soll?! Richtig, weil die Wenigsten diese vertragen.
    Den Artikel werde ich mir mal in einer ruhigen Minute durchlesen.

    Danke für den Punkt. Dem muss ich zustimmen. Bei der Lactose-Intoleranz fehlen lediglich die (Mutations-)Enzyme zur Verdauung. Daraus können Übelkeit und Durchfall resultieren, dies hat allerdings überhaupt nichts mit Immunreaktionen zu tun. Milchallergien stehen auf einem ganz anderen Blatt.

    #45383
    Avatar
    Cookie67
    Teilnehmer

    NeurodermitisARD Buffet | 7.1.2013, 12.15 | 10:35 min

    Antwort auf Zuschauerfrage hinsichtlich Glutenunverträglichkeit und Neurodermitis

    SWR Mediathek – Neurodermitis

    #45384
    Avatar
    Cookie67
    Teilnehmer

    Hier mal ein guter Artikel zu Unverträglichkeiten:

    Unsere Nahrung kann also nur dann richtig und problemlos verdaut werden, wenn wir sie in der richtigen Reihenfolge essen. Die richtige Reihenfolge orientiert sich an der Verdauungsdauer der einzelnen Lebensmittel, wobei diejenigen Lebensmittel zuerst gegessen werden, die auch am schnellsten verdaut werden, während schwer verdauliche Lebensmittel ganz zum Schluss an die Reihe kommen.

    Gesunde Verdauung durch richtige Lebensmittelkombination

    #45387
    Avatar
    greene
    Teilnehmer

    Hallo Cookie, hallo an alle,

    diesen Artikel habe ich letztes Jahr gelesen, als ich noch die massiven Blähungen hatte und nur sehr wenig Lebensmittel essen konnte. Ernsthaft habe ich mich damit beschäftigt und überlegt, es auszuprobieren. Ich will nicht behaupten, das ist übertrieben; kann mir vorstellen, dass dies helfen kann.

    Aber: Das liegt mir überhaupt nicht. Ich esse gerne Salat oder Zucchinisauce zu den Nudeln, nicht hintereinander. Außerdem esse ich Süßes gerne als Nach-Speise, nicht zuerst.

    Vermutlich gibt es nur wenig Menschen, die bereit sind, ihre Ernährung entsprechend umzustellen, ihre Geschmacksnerven umzugewöhnen. Es würde vielleicht leichter fallen, wenn ich jemanden kenne, wer diese Essmethode erfolgreich praktiziert.

    Auf der Seite „Zentrum der Gesundheit“ habe ich bereits viel Interessantes gelesen, habe den Newsletter abonniert.

    Ich habe das Buch „Kau dich gesund“ von Jürgen Schilling gekauft. Dabei geht es darum, jeden Bissen mindestens 40 Mal zu kauen. Dadurch wird die Nahrung im Mund sehr gut vorverdaut und der Darm wird weniger belastet. (Kohlehydrate werden nur im Mund verdaut, im Darm nicht mehr.)

    Der Autor schreibt, dass das Geschmackserlebnis dadurch deutlich erhöht ist. Er praktiziert dies seit einigen Jahren und ist dadurch gesund geworden.
    Herr Schilling hat deutlich abgenommen. Er erzählt, dass er inzwischen weniger isst, weil er durch das langsame Essen schneller satt wird.

    Als ich das gelesen habe, ist es mir kurzfristig gelungen, seine Tipps umzusetzen und ich kann bestätigen, dass jeder Bissen intensiver schmeckte. Aber… im Alltag, wenn es schnell gehen muss…

    Ich will jetzt wieder damit anfangen. Also werde ich nochmals das Buch zur Hand nehmen. Wenn ich von seiner Begeisterung lese, gelingt es mir leichter wieder damit anzufangen. 🙂

    Herr Schilling empfiehlt, anfangs Brot in sehr dünne Scheiben zu schneiden und einige Tage offen liegen zu lassen bis es ganz getrocknet ist. Dies ist das „Trainigsbrot“. Wer mit dieser Methode anfängt, soll einige Zeit bei jedem Bissen mitzählen, bis es zur Gewohnheit wird.

    So, das war das Wichtigste. Vielleicht interessiert sich jemand dafür? Falls ihr es anfangt, würde ich mich über einen Bericht freuen.

    LG greene

    #91058
    Avatar
    Anonym

    Ich habe gehört das eine gestörte Darmflora auch ein Grund sein kann habt ihr davon mal was gehört?

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