Andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen

Differenzialdiagnose Neurodermitis

Bei Kindern, insbesondere bei Säuglingen, wird Neurodermitis mit anderen Krankheitsbildern verwechselt. So tritt bei kleineren Kindern oft das seborrhoische Ekzem auf, welches eine Entzündung der Haut ist. Dabei bilden sich gelbliche fettige Schuppen, die an den Achseln, Kopf, Oberkörper und anderen Stellen auftreten können. Es kommt zu einer vermehrten Schweißbildung, die die Hautentzündung noch zusätzlich fördert.

Das seborrhoische Ekzem wird auch als Morbus Unna oder seborrhoische Dermatitis bezeichnet. Bei Neugeborenen ist dieser Hautauschlag unter dem volkstümlichen Namen Kopfgneis oder Grind bekannt und wird oftmals mit Milchschorf verwechselt. Genauso häufig wie Neurodermitis, tritt das seborrhoische Ekzem auf. Jedoch entstehen keine allergischen Reaktionen, die Hautentzündung verläuft bei den Betroffenen meist harmlos.

Der Unterschied zwischen der Neurodermitis und dem seborrhoischen Ekzem besteht darin, dass kein Juckreiz entsteht. Besonders stark tritt bei Neurodermitis der Juckreiz auf, wenn die Kleidung ausgezogen wird.

Netherton-Syndrom

Massge

Das Netherton-Syndrom ist eine erbliche Erkrankung und wird ebenfalls häufig mit Neurodermitis verwechselt. Bei dieser Hauterkrankung ist die Haut rau und trocken, es bilden sich Schuppen und

gelegentlich tritt ein Juckreiz auf. Nach groben Schätzungen tritt dieses Krankheitsbild einmal unter 300 Menschen auf.

Außerdem kommt es beim Netherton-Syndrom zu Veränderungen des Haarschaftes, hierbei bilden sich regelrechte Knoten in den Haaren, die auch unter der Bezeichnung Bambushaar geläufig sind. Eine Ansteckungsgefahr besteht bei dem Netherton-Syndrom nicht. Dieses Syndrom kann sehr unterschiedlich ausgebildet sein. Mit einer intensiven Pflege kann das Krankheitsbild verbessert werden, ist jedoch nicht heilbar. Bei einigen Betroffenen hat sich das Erscheinungsbild im Laufe der Jahre verbessert.

Wer sich nicht sicher ist und den Verdacht hegt, dass das Netherton-Syndrom aufgetreten ist, sollte zur Vorsicht einen Spezialisten aufsuchen, der sich mit dieser Erkrankung auskennt.

Foto: © Astrid Borower / Pixelio

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